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Offenes antifaschistisches Treffen Rems-Murr

Autor: admin Seite 2 von 4

Rheinmetall-Entwaffnen Block auf der DGB Demo in Fellbach

Heute fand in Fellbach anlässlich des Antikriegstages eine Kundgebung des DGB statt. Damit sollte dem Überfall der faschistischen Wehrmacht vor 80 Jahren auf Polen gedacht werden. Wir als InternationalistInnen begrüßen es ausdrücklich, wenn KollegInnen den Kampf gegen Krieg und Militarismus auf die Straße tragen. Wir entschieden uns dazu unsere revolutionär-antimilitaristische Perspektive in der Demonstration sichtbar zu machen.
 
 
Wir entschieden uns dazu unsere revolutionär-antimilitaristische Perspektive in der Demonstration sichtbar zu machen. Deshalb mobilisierten wir im Vorfeld für einen „Rhein-Metall-Entwaffnen-Block“, der die aktuelle Kampagne gegen den größten deutschen Waffenexporteur aufgriff. Mehr Informationen zum Rhein-Metall-Entwaffnen-Camp, den Aktionen die dort stattfinden und zum Konzept des revolutionären Antimilitarismus findet ihr bei der Plattform „Perspektive Kommunismus“.
Vor Beginn der Kundgebung gab es einen lächerlichen Störversuch durch die Nazi-Witzfigur Michael Stecher, der durch eine antifaschistische Aktion aber rasch beendet wurde .Bei der Aktion des DGB beteiligten sich etwa 170 Menschen, die verschiedenen Reden und dem Friedenschor lauschten. Schon auf der Kundgebung waren wir mit Fahnen, Flugblättern und einem „Rhein-Metall-Entwaffnen“-Transparent präsent. Es wurde sichtbar gemacht, dass die Antikriegsbewegung nicht nur aus älteren GenossInnen besteht und klar antiimperialistische Positionen wieder an Stärke gewinnen.
Als die Demonstration begann, formierte sich im vorderen Bereich unser Block, in dem sich etwa 40 GenossInnen sammelten. Mit lauten Parolen wie „Rhein Metall und deutsche Bank, der Hauptfeind steht im eignen Land“ oder „Hoch die internationale Solidarität“ wurde die Demo belebt oder um einen älteren Kollegen zu zitieren „der nötige Pfeffer“ verliehen. Der Block kam bei allen beteiligten sehr gut an und unsere Flugblätter wurden interessiert gelesen.
Immer wieder ertönten auch Parolen in Solidarität mit Palästina, auch ein thematisch passendes Seitentransparent positionierte sich klar gegen zionistische Aggressionen. Das war ein klares Zeichen der Solidarität in Zeiten, in denen Israel zunehmend aggressiver agiert. Ein aktuelles Beispiel ist der Angriff auf den Libanon, obwohl dort momentan keine Kriegshandlungen stattfinden.
Gegen Ende tauchte vor dem antikapitalistischen Block ein großer Papp-Panzer auf, der uns symbolisch auf das Rhein-Metall-Entwaffnen-Camp einstimmte. Der Block ging mit dem Panzer so um, wie man mit imperialistischen Kriegsgerät um zu gehen hat: in einer Sprinteinlage und mit pyrotechnischer Untermalung wurde der Panzer von der Straße gefegt. Mit dieser Aktion wurde unser Ansatz eines kämpferischen Antimilitarismus anschaulich dargestellt.
Kurz vor Ende der Demonstration wurde noch eine Rede im Block gehalten, die auf die Rolle deutscher Monopole und die Wichtigkeit von Aktionen wie des „Rhein-Metall-Entwaffnen-Camps“ einging um eine starke antimilitaristische Bewegung mit revolutionärer Perspektive aufzubauen. Die Rede findet ihr dem Artikel angehängt.
Alles in allem sind wir mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden. Der rechte Störversuch wurde angemessen unterbunden, die Kundgebung war gut besucht und wir konnten uns als entschiedener Akteur in der Bewegung gegen Krieg und Aufrüstung präsentieren. Auch wenn wir sicherlich Differenzen mit pazifistischen und Putin-solidarischen Positionen innerhalb der Kundgebung hatten, war es richtig mit den KollegInnen in den Dialog zu treten und unsere Positionen Sichtbarkeit zu verleihen. Die Aktion gegen den Panzer stellte einen selbstbestimmten Moment dar, der von den übrigen TeilnehmerInnen sehr gut aufgenommen wurde. Nun gilt es, möglichst am Rhein-Metall-Entwaffnen-Camp teilzunehmen und dort unsere antimilitaristische Praxis weiter zu entwickeln. Die bundesdeutsche Linke hat diesen Teilbereich des revolutionären Kampfes zu lange vernachlässigt und das Feld reformistischen Kräften überlassen. Nun gilt es in die Offensive gegen Kriegsgefahr und Aufrüstung zu gehen. Die ständige Kriegsgefahr kann nur durch eine Überwindung des kapitalistischen Systems beendet werden. Deshalb heißt für uns „Nie wieder Krieg!“ auch immer „Nie wieder Kapitalismus!“. Mit dieser klaren Perspektive einer befreiten und friedlichen Gesellschaft, die es zu erkämpfen gilt, sind wir bereit die nächsten Schritte im antimilitaristischen Kampf zu gehen.
 
Krieg dem Krieg!
Krieg dem Imperialismus!
Für eine revolutionäre Perspektive!
 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner,
wir sind heute auf der Straße, weil wir anlässlich des 80. Jahrestages des faschistischen Überfalls auf Polen für eine Sache einstehen wollen: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“. Faschismus bedeutet stets Krieg, das hat uns die Geschichte bereits gelehrt. Aber warum gibt es heute noch Krieg, wenn wir offensichtlich nicht im Faschismus leben? Dazu müssen wir wissen, dass der Faschismus eine Herrschaftsform im Kapitalismus ist und ihn in schrecklichster Form repräsentiert. Wenn Faschismus und Krieg unmittelbar zusammenhängen, dann heißt dass auch, dass Krieg und Kapitalismus nicht voneinander zu trennen sind.
Eine andere Form des Kapitalismus ist der Imperialismus. Er kennzeichnet sich dadurch aus, dass sich in den kapitalistischen Zentren Wirtschaftsmonopole gebildet haben, die durch ihre wirtschaftliche Macht entscheidend die Außenpolitik ihrer Staaten prägen, beispielsweise durch Bestechung, Coups und Embargos. Die von ihnen kontrollierten Staaten unterwerfen sich den Rest des Globus, um den monopolistischen Konzernen Absatzmärkte, Rohstoffquellen und Arbeitskräfte zu erschließen. Gelingt das nicht mit vertraglichen Mitteln, Erpressung oder Bestechung, wird Krieg geführt. Diese Kriege werden oft als „humanitäre Einsätze“ getarnt, obwohl in Wahrheit die ökonomischen und geostrategischen Interessen durchgesetzt werden sollen.
In Palästina und dem gesamten Nahen Osten versucht Israel als Stellvertreter der USA ihre geostrategische Stellung auszubauen. Der jüngste Angriff auf das Staatsgebiet des Libanon zeigt hierbei dass sie vor keiner Eskalation mehr zurückschrecken. Saudi-Arabien führt, um mehr Einfluss und Land zu gewinnen, einen blutigen Krieg im Jemen, indem bereits unzählige ZivilistInnen ermordet wurden. Auch die europäischen Staaten setzen ihre Traditionen als koloniale Ausbeuter überall auf der Welt fort. So riskiert der NATO-Block in der Straße von Hormus unter dem Vorwand des Schutzes von freien Handelsrouten einen dritten Weltkrieg, in dem sie wie vor über hundert Jahren die Säbel rasseln lassen und bspw. Das Existenzrecht des Irans in Frage stellen.
All diese Kriege bedingen sich durch die Wirtschaftsinteressen der Großmonopole und ihrer Staaten. Auch die hießige Rüstungsindustrie verdient sich durch solche imperialistische Kriege eine goldene Nase. Solange das Geld stimmt, werden mit der expliziten Erlaubnis und Förderung der Bundesregierung Kriegswaffen exportiert. Alleine im ersten Halbjahr 2019 exportierte die BRD bereits 5,3 Mrd. an Rüstungsgütern. Diese Summe übersteigt bereits mehr als den gesamten Export im gesamten Vorjahr.
Einer dieser Kriegsprofiteure ist der Rüstungskonzern Rheinmetall, der seine Waffen in immer mehr Krisenregionen auf der ganzen Welt verschifft. Damit setzt er seine Tradition als Kriegslieferant aus dem zweiten Weltkrieg fort. Als Zulieferer produziert Rheinmetall die Rohre für Panzer und weiteres Kriegsgerät, mit denen die Interessen der Herrschenden auf der ganzen Welt durchgesetzt werden. Unsere heimische Rüstungsindustrie befeuert zusätzlich zu den bereits bestehenden 16 Kriegseinsätzen der BRD Krisen auf der ganzen Welt. Kurzum: Krieg beginnt hier.
Diese Verhältnisse, liebe Antimilitaristen und Antimilitaristinnen, diese Verhältnisse sind für uns nicht hinnehmbar. Unser Auftrag muss es sein, jetzt die bestehenden Verhältnisse anzugreifen. Was müssen wir dafür tun? Wir müssen die abscheulichen Verbrechen des BRD-Imperialismus schonungslos aufdecken und anprangern. Wir müssen das Kriegsgeschäft bekämpfen, in dem wir Sand in die Räder der Kriegsproduktion streuen. Wir müssen internationale Solidarität mit fortschrittlichen Bewegungen aufbauen, wie zum Beispiel der Frauenrevolution in Rojava.
Wie können wir all das lernen? Es gibt nächste Woche ein Camp vor den Toren einem der größten Produktions- und Teststandorte Rheinmetalls in Unterlüß bei Braunschweig. Dort könnt ihr eure theoretischen Grundlagen festigen, Praxis im Rahmen von antimilitaristischen Aktionen erlernen und am letzten Tag des Camps mit einer großen Demonstration auf unsere Bewegung und unser Anliegen aufmerksam machen.
Lasst uns gemeinsam eine revolutionäre, antimilitaristische Bewegung aufbauen! Lasst uns heute auf der Straße eins klar machen: Rheinmetall und Deutsche Bank – Der Hauptfeind steht im eig‘nen Land!

https://de.indymedia.org/node/36933

Rechter Störversuch von Michael Stecher verhindert!

Heute machten wir uns auf den Weg nach Fellbach um uns an der Antikriegstagskundgebung des DGB und am Rhein-Metall-Entwaffnen-Block zu beteiligen und den rechten Störversuch schon im Keim zu ersticken. Diese waren zu erwarten, da die lokale rechte Witzfigur Michael Stecher eine Veranstaltung direkt neben der Kundgebung des DGB angekündigt hatte, wie wir erst kurzfristig heute Morgen mitbekommen hatten.

Stecher ist vor Allem durch sein gescheitertes Projekt „Fellbach wehrt sich“ bekannt und betreibt seitdem hauptsächlich Anti-Antifa-Arbeit, vor Allem über das rechte Hetzportal Pi-News. Wirklich ernst nimmt ihn eigentlich niemand, bis auf die Rems-Murr-AfD, die sich ihm mehrmals bereitwillig für Interviews zu Verfügung gestellt hat, beispielsweise zu den Ereignissen rund um den Kommunalwahlkampf und den diesbezüglichen Gegenprotesten dieses Jahres.

Ab und zu lässt er sich auch auf linken Veranstaltungen blicken, von denen er stets konsequent verwiesen wird. Das er allerdings eine eigene Gegenkundgebung gegen eine Aktion von GewerkschaftlerInnen und KriegsgegnerInnen zum Gedenken des 80. Jahrestags des Überfalls der Wehrmacht auf Polen organisiert, ist eine neue Stufe der Dreistigkeit.

Wir kamen als Spontandemonstration zum Ort des Geschehens und fanden den einsamen Stecher mit EINEM ebenso verwirrten Kameraden auf seiner „Kundgebung“ vor. Dort wurde ihm sogleich deutlich gemacht, dass er nicht willkommen ist. So wurde sein Transparent sofort von AntifaschistInnen beschlagnahmt. Nach einem kurzen Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sich die anwesenden Polizisten auffällig zurückhielten, wurde der lächerliche rechte Störversuch beendet. Stecher flüchtete aus unserer Reichweite und die Kundgebung des DGB konnte in Ruhe fortgeführt werden. Anschließend beteiligten wir uns erfolgreich am Rheinmetall-Entwaffnen-Block.

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, linke und fortschrittliche Politik im Rems-Murr-Kreis gegen rechte Störversuche zu verteidigen, seien sie auch noch von so lächerlicher Natur wie heute. Wieder einmal hat sich gezeigt dass konsequenter Antifaschismus die Grundlage für linke Politik ist.

Wenn auch du dich gegen rechte Hetze und Faschisten im Rems-Murr-Kreis engagieren willst komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen, jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Fronackerstr. 60 in Waiblingen!

Aufruf zum Rheinmetall Entwaffnen Block am 30.08+ Infovortrag am 28.08

Aufruf zum Rheinmetall Entwaffnen Block am 30.08.2019 um 17:30 in der Schillerstraße 26 am Friedensbaum in Fellbach:

Die Welt im Jahr 2019: überall auf der Welt spitzen sich Konflikte zwischen verschiedenen Mächten zu. Immer öfter werden diese auch militärisch ausgetragen. Der EU-Grenzschutz wird immer weiter aufgerüstet. Im Jemen mordet Saudi-Arabien mit deutschen Waffen ZivilistInnen und auch in Syrien scheint der Krieg kein Ende zu nehmen. All diese Grausamkeiten werden hervorgebracht von dem System, das auf Konkurrenz und Profit basiert. Daran verdienen sich einige wenige – die an den Spitzen von Staat und Unternehmen stehen – eine Goldene Nase.

Ein Unternehmen das an Kriegen mitprofitiert ist Rheinmetall. Mit Unterstützung der Bundesregierung verkauft Rheinmetall Waffensysteme und Kriegsfahrzeuge an jeden, der nur genug zahlt. Damit machen sie sich mit Schuld an toten ZivilistInnen, Vertreibung und undemokratischen Regime-Changes. Deshalb machen sich vom 1. bis zum 9. September AktivistInnen der antimilitaristischen Bewegung auf nach Unterlüß in Norddeutschland, um in unmittelbarer Nähe des Rheinmetall Geländes zu protestieren, sich auszutauschen und den kriegerischen Normalzustand zu sabotieren.

Am 30. August findet, anläßlich des Antikriegstag am 01. September, in Fellbach eine Friedensdemo vom DGB statt. Wir InterantionalistInnen beteiligen uns dieses Jahr an der Aktion der KollegInnen und wollen die Mobilisierung gegen den Kriegstreiber Rheinmetall auch im Rems-Murr-Kreis auf die Straßen tragen. Für uns ist klar: es gibt keinen Frieden mit den Monopolen und ihrem Staat! Deshalb kommt mit uns am 30. September nach Fellbach zur Antikriegstagdemo in den Rheinmetall-Entwaffnen-Block!

8Die Welt im Jahr 2019: überall auf der Welt spitzen sich Konflikte zwischen verschiedenen Mächten zu. Immer öfter werden diese auch militärisch ausgetragen. Der EU-Grenzschutz wird immer weiter aufgerüstet. Im Jemen mordet Saudi-Arabien mit deutschen Waffen ZivilistInnen und auch in Syrien scheint der Krieg kein Ende zu nehmen. All diese Grausamkeiten werden hervorgebracht von dem System, das auf Konkurrenz und Profit basiert. Daran verdienen sich einige wenige – die an den Spitzen von Staat und Unternehmen stehen – eine Goldene Nase.

Ein Unternehmen das an Kriegen mitprofitiert ist Rheinmetall. Mit Unterstützung der Bundesregierung verkauft Rheinmetall Waffensysteme und Kriegsfahrzeuge an jeden, der nur genug zahlt. Damit machen sie sich mit Schuld an toten ZivilistInnen, Vertreibung und undemokratischen Regime-Changes. Deshalb machen sich vom 1. bis zum 9. September AktivistInnen der antimilitaristischen Bewegung auf nach Unterlüß in Norddeutschland, um in unmittelbarer Nähe des Rheinmetall Geländes zu protestieren, sich auszutauschen und den kriegerischen Normalzustand zu sabotieren.

Am 30. August findet, anläßlich des Antikriegstag am 01. September, in Fellbach eine Friedensdemo vom DGB statt. Wir InterantionalistInnen beteiligen uns dieses Jahr an der Aktion der KollegInnen und wollen die Mobilisierung gegen den Kriegstreiber Rheinmetall auch im Rems-Murr-Kreis auf die Straßen tragen. Für uns ist klar: es gibt keinen Frieden mit den Monopolen und ihrem Staat! Deshalb kommt mit uns am 30. September nach Fellbach zur Antikriegstagdemo in den Rheinmetall-Entwaffnen-Block!


Die Mobilisierung für das Rheinmetall-Entwaffnen Camp läuft auf Hochtouren. Hier gibt’s einen antimilitaristischen Aufruf mit gesamtgesellschaftlicher Einordnung, von der Plattform Perspektive Kommunismus: Aufruf

Hier noch der Aufruf vom Rheinmetall-Entwaffnen Bündniss: Aufruf

Am 28.08 findet um 18:30 ein Infovortrag einer Genossin des OTKM aus Stuttgart im IGM-Haus in Waiblingen statt, zu dem Alle herzlich eingeladen sind. Der Vortrag wird sich inhaltlich mit dem Rheinmetall-Entwaffnen Camp beschäftigen.


Termine:

Demo am 30.08 um 17:30 in Fellbach beim Friedensbaum.
Und am 28.08 um 18:30 zum Infovortrag ins IGM-Haus in Waiblingen

Rechte Instrumentalisierung in Backnang erfolgreich durch antifaschistischen Protest verhindert!

Nach dem tragischen Mord an einem achtjährigen Jungen am Frankfurter Bahnhof in der vergangenen Woche, startete die faschistische NPD an mehreren Orten in der BRD eine widerliche Kampagne. Diese hatte zum Ziel, unter dem Deckmantel von Traueraktionen in der Öffentlichkeit, aufgrund der Herkunft des Täters Stimmung gegen Geflüchtete und MigrantInnen zu machen. Auch in Backnang versuchte das lokale NPD-Umfeld in Personen von Markus Wieland und Jörg Giering (Gastgeber der öffentlichen Facebook-Veranstaltung), dies umzusetzen. Zu diesem Zweck veröffentlichten sie eine Facebookveranstaltung und luden zahlreiche ihrer Nazikumpanen ein, darunter die NPD-Kandidatin der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd, Marina Djonovic sowie die AfD-Räte Michael Malcher und Steffen Degler. Trotz der lächerlichen Tarnversuche, bspw. über die Einladung von Grünen- oder Die Partei-Mitgliedern, war der angedachte Charakter der Veranstaltung nicht zu übersehen, zudem sie auch im Rahmen einer bundesweiten Kampagne stattfand, zu der das NPD-Projekt „Schutzzone“ aufgerufen hatte.

Als Offenes Antifaschistisches Treffen Rems-Murr möchten wir niemandem vorschreiben, wie man zu trauern hat. Hier jedoch war es geboten, einem ersten Versuch der lokalen NPD in Backnang einen Fuß auf die Straße zu bekommen, den Riegel vorzuschieben. Deshalb mobilisierten wir ausschließlich intern und kündigten keine öffentlichen Gegenproteste an.
Am Tag selbst reisten vierzig AntifaschistInnen aus dem Rems-Murr-Kreis und der Landeshauptstadt nach Backnang an. Es galt, angesichts der geringen Resonanz der rechten Facebookveranstaltung vor allem, antifaschistische Präsenz am Bahnhof zu zeigen. Vor Ort stand bereits ein 70-köpfiges Großaufgebot der Backnanger Polizei bereit, um den Faschisten den roten Teppich auszurollen. Von denen schafften es gerade einmal die beiden Anmelder auf ihre eigene jämmerliche „Trauerveranstaltung“. Vier weitere, sich bedeckt haltende Faschisten, wurden durch die zahlreiche und entschiedene antifaschistische Präsenz und Blockaden der Bahnhofsüberführungen eingeschüchtert und nahmen nichtteil. Wir hingegen informierten die Backnanger Zugreisenden durch Megafondurchsagen und (dem Bericht nachgestellte) Flyer über unsere Proteste. Die Faschisten indes hatten, dank der anwesenden AntifaschistInnen, keinerlei Außenwirkung und versteckten sich feige hinter den zahlreichen Bullen, ihre instrumentalisierende Schweigeminute ging in den lautstark gerufenen Parolen unter.

Anschließend wurden sie mit schamvoll gesenkten Köpfen von den Bullen unter „Haut ab!“-Rufen zu ihren Autos geleitet, wo sie kurz vor Abfahrt noch einen Angriffsversuch hinnehmen mussten. Während sie mit Hilfe polizeilicher Straßensperren aus Backnang abziehen mussten, hinterließen wir noch ein Transparent mit der Aufschrift „Die Trauer den Betroffenen – Konsequent gegen rechte Instrumentalisierung“ an der Backnanger Bahnhofsüberführung.

Fazit: Allein die Zahlenverhältnisse sprachen an diesem Samstagvormittag eine deutliche Sprache. In vierfacher Überlegenheit wäre es den antifaschistischen Kräften ein Leichtes gewesen, die faschistische Veranstaltung vor ihrem Beginn zu beenden, wenn es die Backnanger Polizei es ihnen nicht mit Bereitschaftseinheiten der Bundes- und Landespolizei ermöglicht hätte. Der rechte Vereinnahmungsversuch der Trauer kann klipp und klar als gescheitert angesehen werden, Markus Wieland und Jörg Giering haben sich überdies persönlich auch weit aus dem Fenster gelehnt.

Die antifaschistische Aufklärung hingegen verlief, gemessen am Publikumsaufkommen an einem Samstagmorgen, überaus erfolgreich. Weiter prägten ein selbstbewusstes und kämpferischesAuftreten die antifaschistischen Proteste. Dies unterstreicht nochmals klar und deutlich:

Unsere Straßen, unsere Stadt – Backnang bleibt Antifaschistisch!

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Liebe Backnangerinnen und Backnanger
Anfang dieser Woche wurde ein Kind am Frankfurter Bahnhof von einem psychisch Kranken vor einen einfahrenden Zug gestoßen und so ermordet. Bundesweit löste dieses Verbrechen Entsetzen und Trauer aus. Für die große Mehrheit der Trauernden ist klar, dass solche schrecklichen Verbrechen leider immer wieder vorkommen und nichts mit der Hautfarbe der Täter zu tun haben.

Leider mischen sich unter die Menschen, die aufrichtig trauern wollen, viel zu oft Störenfriede die das Schicksal des Opfers für ihre politische Propaganda missbrauchen wollen. Vor allem im Internet werden von Rechten Tatsachen verdreht und als Ursache für den Mord an dem Kind nicht die psychische Erkrankung des Mörders, sondern dessen Herkunft hervorgehoben. Dadurch sollen alle „Nicht-Deutschen“ unter Generalverdacht gestellt und so unsere Gesellschaft gegeneinander aufgehetzt werden. Diese Hetze schützt natürlich niemanden vor Gewaltverbrechen, sondern lenkt nur von deren wahren Ursachen ab: unser Gesellschaftssystem, das Konkurrenzdruck, dauerhafte Existenzängste und Vereinzelung hervorbringt. Daraus resultiert eine immer weiter voranschreitende Verrohung des Zusammenlebens. Konkret zeigt sich das in brutalen Gewaltverbrechen wie diesem.

Auch bei uns in Backnang haben leider Faschisten die Initiative ergriffen und heute zu einer öffentlichen Schweigeminute via Facebook eingeladen. Auch wenn sich der Aufruf unpolitisch liest und kollektives Trauern ein nachvollziehbarer Wunsch ist, hilft ein Blick auf die Profile der Veranstalter dabei, zu erkennen wessen Geistes Kind sie sind: sie hetzen gegen Flüchtlinge, fordern mit martialischen Bildern dazu auf sich „Deutschland zurück zu holen“
und schreiben Kommentare bei einer NPD-Funktionärin. Es ist klar, dass es solchen Menschen nicht um ehrliche Anteilnahme gehen kann. Wir möchten niemanden dafür angreifen, dass er oder sie auf ihre Tarnung als Trauernde hereingefallen ist, sondern rufen dazu auf, sich klar von diesen Personen zu distanzieren!

Den Nazis und Rassisten ist offensichtlich jedes Mittel Recht um Menschen unter ihrer vermeintlichen Führung auf die Straße zu bringen. Wir verurteilen diesen ekelhaften Versuch auf dem Rücken des Ermordeten und seiner Hinterbliebenen Politik zu betreiben. Besonders scheinheilig wirkt die angebliche Entrüstung der Rechten wenn man sich anschaut wie oft Nazis in Gewalt- und Sexualdelikte verwickelt sind, besipielsweise ist der NSU-Mörder Uwe Böhnhardt auch der Mörder der über Jahre vermissten neunjährigen Peggy aus Bayern.

Wir verurteilen diesen ekelhaften Versuch auf dem Rücken des Ermordeten und seiner Hinterbliebenen Politik zu betreiben. Besonders scheinheilig wirkt die angebliche Entrüstung der Rechten wenn man sich anschaut wie oft Nazis in Gewalt- und Sexualdelikte verwickelt sind, besipielsweise ist der NSU-Mörder Uwe Böhnhardt auch der Mörder der über Jahre vermissten neunjährigen Peggy aus Bayern.

Gegen die Vereinahmung berechtigter Trauer durch Nazis und Rassisten!

Für ein antifaschistisches Backnang!

„Nazis morden – Die AfD lädt nach!“ Künstlerische Inszenierung zur ersten Sitzung des neuen Kreistages

Am gestrigen Montag nahmen mehrere AntifaschistInnen aus dem Offenen Antifaschistischen Treffen und dem Bündnis Zusammen gegen Rechts die konstituierende Sitzung des neu gewählten Kreistags in Backnang zum Anlass, um mit einem Theaterstandbild die eingezogenen AfD-Kreisräte als das zu entlarven, was sie sind: Stichwortgeber und politische Helfershelfer faschistischer Terroristen.

Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Kreistagssitzung positionierten wir uns mit einem Transparent am Eingang des Backnanger Bürgerhauses, während sich die Mehrheit der KreisrätInnen dort aufhielt. Mit einer Megafondurchsage wurde den Anwesenden Inhalt und Zweck der Kunstinszenierung vorgestellt, woraufhin viele Flugblätter (siehe unten) mit den gebündelten Informationen an die Umstehenden verteilt wurden. Dargestellt wurde ein AfD-Funktionär, der einen Faschisten mit Kugeln für dessen kommenden Ziele bewaffnete: Refugees, kritische Journalisten, Arme, Klimaktivistinnen, Linke und Gewerkschafter. Zusätzlich wurden einschlägige Facebookposts, seien es „Gedichte“ des Antisemiten Bogislav von Selchow oder Hetze gegen den mittlerweile ermordeten Walter Lübcke, von lokalen AfD-“Größen“ teils an die Eingangstür, teils im Eingangsbereich angebracht.

Die anwesenden Rassisten Michael Malcher und Max-Eric Thiel waren sichtlich überfordert und suchten schnell den Weg ins Gebäude. Viele KreisrätInnen der anderen Fraktionen äußerten sich positiv über die Inszenierung und auch die Lokalpresse informierte sich bei uns. Nach Beginn der Kreistagssitzung beendeten wir die gelungene Inszenierung. Doch damit ist die anfallende Arbeit längst nicht abgeschlossen: Das Themenfeld faschistischer Terrorismus hat uns über die letzten Monate immer wieder begleitet. Seine Verbindungen zum parlamentarischen Arm des Rechtsrucks, der AfD, sind eindeutig und müssen dementsprechend bearbeitet werden. Langfristig lässt sich faschistischer Terrorismus nur verhindern, wenn ihm der bereitete Nährboden entzogen wird. Dazu ist es notwendig, dass immer mehr Bevölkerungsteile Faschismus und rechter Hetze entschlossen und organisiert den Kampf ansagen.

Wenn auch du Ideen für den Aktionen gegen Faschisten und ihre Helfershelfer hast, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr. Wir treffen uns am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr in der Fronackerstraße 60 in Waiblingen.

Hinter rechtem Terror steht die AfD – deshalb organisier‘ dich im OAT!

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Liebe Backnangerinnen und Backnanger,

heute tritt der neu gewählte Kreistag zu seiner ersten, konstituierenden Sitzung an. Mit dabei: Acht AfD-Räte, die sich über ihrer lügenbasierte Propaganda im Wahlkampf die notwendigen Stimmen ergaunerten. Vor dem Hintergrund der erstarkenden Gefahr durch faschistischen Terrorismus, ist der Einzug der rechten Pseudodemokraten in die Kommunalparlamente nicht hinnehmbar.

Hetze gegen MigrantInnen, JournalistInnen, GewerkschafterInnen, Frauen oder sozial Benachteiligte sind ein integraler Bestandteil des Programms der AfD. Damit verschleiern sie die realen Probleme unserer Gesellschaft, indem sie jede Auseinandersetzung als „Kulturkampf“ oder ähnliches darstellen. Darüber hinaus markieren sie ganz bewusst Ziele für rechte Gewalttäter. Zahlreiche AfD-Politiker, zum Beispiel Daniel Lindenschmid, denunzierten etwa den ermordeten CDU-Politiker Lübcke im Internet. Ähnlich verhält es sich mit dem schon mehrmals angegriffenen Journalisten Alfred Denzinger aus Rudersberg, der erst im Internet „geoutet“ und beleidigt und dann von Nazis angegangen wurde.

Gewalt von Rechts entwickelt sich schon seit langem zum voll ausgewachsenen Terrorismus. Wer dachte mit der angeblichen Zerschlagung des NSU sei das Problem gelöst, hat sich schwer getäuscht. In den letzten Jahren wurden etliche rechte Terrorzellen offengelegt. Die Namen variieren (Revolution Chemnitz, Gruppe Freital, Nordkreuz etc.), doch die Ziele und das Vorgehen gleichen sich.

Was hat das mit der AfD zu tun?

Damit es gar nicht erst zu Mord und Totschlag kommt, müssen wir unbedingt rechter Hetze schon im Anfangsstadium entgegentreten Die AfD agiert im Zusammenspiel mit faschistischen Terrorzellen, Nazi-Netzwerken in Polizei und Bundeswehr und rechten Straßenmobs wie vergangenen Sommer in Chemnitz. Die AfD ist Orientierungspunkt für all diese Ausformungen der rechten Front. Nur wenn wir es schaffen sie in die Schranken zu weisen, werden wir das rechte Problem in den Griff kriegen.

Denn wir wollen keine Gesellschaft, in der Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung verfolgt und angegriffen werden. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der Bevölkerung orientiert. Rassismus und rechter Terror stehen diesem Ziel im Weg. Deshalb muss den Faschisten der Nährboden entzogen und das Handwerk gelegt werden. Das geht am besten organisiert und geplant: deshalb kommt zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems Murr und werdet aktiv gegen Nazis und ihre Stichwortgeber im Anzug!


Mein Körper, meine Rechte! – Aktion gegen Stadtverwaltung

Vor rund zwei Wochen wurde im Backnanger Freibad Wonnemar eine Burkini tragende muslimische Frau von anderen Badegästen angefeindet und wie „ein Tier im Zoo“ abfotografiert. Dass die Kleiderwahl einer badenden Frau zu derartigen Reaktionen führt, war uns ein Anlass, in Form einer Aktion unangemeldeten Protest auf die Backnanger Straßen zu tragen.

Vorher brachten wir uns bei der heutigen „Rems-Murr for Future“-Demo ein und setzten mit klassenkämpferischen Parolen antikapitalistische Akzente, die von den anderen TeilnehmerInnen sofort aufgegriffen wurden.

Dann, nach dem Demozug und verschiedensten Redebeiträgen, brachten wir am Rathaus Flyer mit Informationen über den Vorfall im Freibad an oder verteilten sie an PassantInnen in Marktnähe. Um darauf aufmerksam zu machen, dass solche Geschehnisse nur eines von vielen Beispielen für die nach wie vor täglich stattfindende Unterdrückung der Frau darstellen, haben wir unser Transparent mit dem Slogan „Mein Körper, meine Rechte!“ unmittelbar vor dem Rathaus platziert.

Auch KlimaaktivistInnen unterstützten unsere Aktion mit helfenden Händen. Die am Rathaus angebrachten Wandzeitungen skandalisieren das rückschrittliche Verhalten der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters Frank Nopper, der ganz im Sinne rechter Stichwortgeber handelt. Unsere parallel gehaltene Ansprache wurde von vielen PassantInnen interessiert angehört und viel Zuspruch bekundet. Abgeschlossen wurde die Aktion durch proletarisch-feministische Parolen. Für einen kleinen Lacher sorgte die Ordnungsbeamtin, die uns sichtlich überfordert auf ein „Mein Körper, meine Rechte!“-Graffiti ansprach, das AktivistInnen mit Sprühkreide auf dem Boden hinterließen.

Auch am erwähnten Freibad konnten einige unserer Flyer verteilt werden. Wir AntifaschistInnen sehen es als unsere Pflicht an, einzuschreiten, wenn rechte Hetzer das gesellschaftliche Klima vergiften wollen und die Regierenden mitziehen. Der eigentliche Skandal ist ja, dass die Stadtverwaltung die Forderungen rassistischer Pöbler in Gesetzesform gießen möchte!

Alles in allem können wir auf eine äußerst gelungene Aktion zurückblicken, die vor Ort große Aufmerksamkeit erregen konnte.

Gemeinsam kämpfen, ist doch klar – „Rems-Murr for Future“ & Antifa!♀

Polizeigesetz stoppen!

Wir vom Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr haben vergangenen Samstag eine Aktion gegen das neue baden-württembergische Polizeigesetz durchgeführt. Dabei haben wir an verschiedenen Orten in Waiblingen unangemeldete Blitzkundgebungen durchgeführt und die Verursacher dieser Verschärfung konfrontiert.

Unsere Aktion reiht sich in die landesweite Mobilisierung für die #NoPolGBW-Demo in Stuttgart ein, die von einem Aktionsbündnis (https://nopolgbw.org/) organisiert wird. Für uns ist gerade angesichts der zunehmenden Repression gegen AktivistInnen aus unserer unmittelbaren Umgebung klar, dass Maßnahmen wie Online-Durchsuchungen, intelligente Videoüberwachung oder eine Stärkung der Geheimdienste auch uns Antifas gesetzlich betreffen werden. Unter anderem deshalb haben wir uns dazu entschieden, unseren Beitrag zur landesweiten Mobilisierung beizusteuern.

Bei unserer Mobilisierungsaktion hielten wir insgesamt drei kleine Kundgebungen in Waiblingen ab. Bei diesen präsentierten wir ein thematisch passendes Transparent, hielten Durchsagen per Megafon, brachten Plakate im direkten Umfeld an und hängten große Kameraattrappen auf, um die Problematik der zunehmenden Überwachung sichtbar zu machen. Parallel dazu wurden Flyer verteilt, die größtenteils sehr gut bei der Bevölkerung ankamen. In Gesprächen konnte über die anstehenden Zuspitzungen aufgeklärt und auf die kommende Demonstration in Stuttgart hingewiesen werden

Zusätzlich wurden die direkten Verursacher der erneuten Gesetzesnovelle, die Regierungsparteien CDU und die Grünen, mit unserem Widerstand konfrontiert. Zu diesem Zweck haben AktivistInnen den Grünen eine Gefährderansprache ans Parteibüro geklebt, der CDU wurde ein symbolischer Hausarrest erteilt. Mit dieser kleine Aktion wollten wir deutlich machen, wer die wahren „Gefährder“ sind: Nicht die, die Widerstand gegen Rassisten und den Rechtsruck leisten, sondern die Parteien, die unsere Freiheitsrechte immer weiter abbauen und damit künftigen Rechtsaussenregierungen die Arbeit abnehmen.

Den Abschluss des Tages ließ man dann noch beim „Mut gegen Rechts“-Festival ausklingen. Dort war unser OAT mit einem Infotisch vertreten, an dem wir viele Gespräche führen konnten.

Unsere Aktionen gegen das Polizeigesetz verstehen wir einerseits als Mobilisierungsarbeit aber auch als klares Signal, wie wir in Zukunft mit verschärfter Repression umgehen wollen und werden: Wir lassen uns nicht vorschreiben wo, wie und wann wir demonstrieren und werden auch weiterhin #unkontrollierbar gegen Faschisten, AfD und Verschärfung kämpfen.

Am 13.Juli auf die Straße gegen das Polizeigesetz! Zugtreffpunkt 11:30 Waiblingen Bahnhof

Freiheitsrechte verteidigen!

#NoPolGBW

Polizeieinheiten die mit Kriegswaffen Nazidemos schützen? Zugangskontrollen zu antifaschistischen Demos? Klingt skurril, könnte abNazidemoser, wenn es nach grünschwarz geht, in BaWü bald an der Tagesordnung sein.
Kretschmann und Co. wollen das Polizeigesetz im Ländle erneut verschärfen. Dagegen regt sich Widerstand. Am 13. Juli findet in Stuttgart eine Demonstration gegen die Verschärfung statt. Auch wir als Offenes Antifaschistisches Treffen Rems-Murr mobilisieren auf die Demo. Achtet auf die Ankündigungen und kommt zur gemeinsame Anreise auf die Demo!

Gemeinsame Anreise:
11:30 am Waiblinger Bahnhof beim Kiosk

Aktuelle Infos auf https://nopolgbw.org/

Unterstützt die Kampagne gegen alte und neue Polizeigesetze!

Nach der massiven Verschärfung des Polizeigesetzes in Baden-Württemberg Ende 2017 plant die CDU im Innenministerium nun, der Polizei noch weitreichendere Befugnisse zur Überwachung einzuräumen. Diese Verschärfung reiht sich ein in ähnliche Gesetzesveränderungen in Bayern, NRW und Sachsen. Wie in diesen Bundesländern formiert sich nun auch Baden-Württemberg Widerstand gegen die freiheitsfeindlichen Gesetzgebungsverfahren der aktuellen Regierung. Wie in Bayern, NRW und Sachsen ist es auch hier höchste Zeit, dass der Unmut über diese Aufrüstung im Inneren sichtbar wird.

Bereits Ende 2017 wurde in Baden-Württemberg eine der schärfsten Polizeigesetzes-Novellen der Bundesrepublik verabschiedet. Dabei wurden folgende Neuerungen eingeführt:
Alkoholverbote: zeitlich begrenzt auf öffentlichen Plätzen
Staatstrojaner: präventive Befugnisse zur Überwachung der laufenden Kommunikation
– „intelligente“ Videoüberwachung: algorithmengestützte Echtzeit-Überwachung im öffentlichen Raum
– Aufenthalts- und Kontaktverbote: präventiv, beim bloßen Verdacht auf schwere Straftaten
Elektronische Fußfesseln: zur Kontrolle der Einhaltung von Aufenthalts- und Kontaktverboten – Kriegswaffen für die Polizei: Handgranaten, Sprenggeschosse und konventionelle Sprengmittel zum Einsatz im Inneren gegen einzelne Personen

Innenminister Strobl plant nun eine weitere Verschärfung, die unter anderem eine massive Ausweitung der Schleierfahndung, (anlasslose Personenkontrollen in einem 30 km breiten Streifen entlang der Staatsgrenzen), Onlinedurchsuchungen aller Daten eines Geräts mittels Staatstrojaner, Vorkontrollen bei Demonstrationen, Body-Cams in Wohnungen und präventive DNA-Untersuchungen legalisieren soll. Zudem soll eine unendlich verlängerbare Präventivhaft für sogenannte „Gefährder“ eingeführt werden, denen juristisch nichts vorgeworfen wird.

Auf Bundesebene plant die Innenministerkonferenz (IMK) eine Vereinheitlichung der Gesetzgebung, die zur schärfsten Unterdrückung bürgerlicher Freiheiten seit dem deutschen Faschismus führen dürfte. Die reiht sich in den derzeitigen Rechtsruck ein und zeigt, dass dieser nichzt nur die Geseelschaft, sondern auch die staatlichen Organe erfasst hat. Darum ist Engagement gegen den Abbau von Freiheitsrechten wichtiger denn je. Unter #NoPolGBW haben sich verschiedene Gruppen, Initiativen, Parteien, und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um sich gegen die Gesetzesverschärfungen zur Wehr zu setzen. Wir sehen die Verschärfung der Polizeigesetze als einen bedrohlichen Angriff auf die Freiheitsrechte aller.
Wir fordern:
– Rücknahme der Verschärfungen von 2017!
– Nein zur Ausweitung der Schleierfahndung!
– Nein zu Vorkontrollen bei Demonstrationen!
– Nein zu Body-Cams in Privatwohnungen!
– Nein zu (präventiven) DNA-Untersuchungen!
– Nein zur Online-Durchsuchung!
– Nein zur Unendlichkeitshaft!
– Keine weitere Verschärfung der Polizei- und Verfassungsschutzgesetze!
– Kennzeichnungspflicht für die Polizei!
– Schaffung von unabhängigen Ermittlungsstellen zu polizeilichem Fehlverhalten! Gemeinsam gegen neue Polizeigesetze! Freiheitsrechte verteidigen!

AfD-Stand in Backnang unter massivem Polizeischutz

Gestern machten sich AktivistInnen auf nach Backnang, um den dortigen Propagandastand der AfD mit linkem Protest zu konfrontieren. In der ganzen Stadt, am Bahnhof und auch am Ort des AfD-Infostands war die Polizei mit Streifenwägen sowie Zivil – und Staatsschutzbeamten präsent. Uns freut natürlich, dass die AfD wohl nur unter großem Kräfteaufwand der Polizei im Rems-Murr-Kreis auf die Straße gehen kann. Dies bestätigte die AfD selbst in einem Artikel, in dem sie wieder einmal wegen antifaschistischer Proteste rumgeheult haben (siehe: unser Beitragsbild). Weil wir es in dieser Situation für nicht möglich hielten, die AfD im angemessenen Ausmaß einzuschränken, entschlossen wir uns stattdessen GenossInnen im Nachbarkreis zu unterstützen. Deshalb fuhren wir, zur offensichtlichen Überraschung der Polizei, nach Ludwigsburg, um dort einen Infostand der AfD zu stören. Den Bericht der Antifas aus Ludwigsburg findet ihr im Anhang.


Heute, am letzten Tag des Kommunalwahlkampfes, sind wir AntifaschistInnen losgezogen, um der AfD noch einmal richtig einzuheizen. Zu diesem Zweck haben wir die Ludwigsburger Innenstadt aufgesucht, wo die bürgerlichen Parteien, auch die AfD, ihre Stände aufgebaut hatten, um auf Stimmenfang zu gehen.
 
Der Infostand der AfD machte keinen besonders professionellen Eindruck, nicht einmal einen Tisch hatten die Rechten bereitgestellt. Stattdessen stand unter ihrem Pavillon ein halb zerrissener Pappkarton.
Überhaupt schienen die AfDler unvorbereitet. Mit Protest hatte sie nicht gerechnet und reagierte dementsprechend äußerst unsouverän auf die antifaschistische Intervention.
Einzelne AfDler waren bereits bei unserer Ankunft derart fertig mit den Nerven, dass sie erfolglos versuchten Antifas in körperliche Auseinandersetzungen zu verwickeln. Diese lächerlichen Versuche wurde konsequent und souverän unterbunden.
Trotz personenstarker, aber ungewohnt zurückhaltender Bullenpräsenz schafften die AfDler kaum, Flyer zu verteilen. Teilweise redeten sie ununterbrochen auf linke AktivistInnen ein oder reichten ihre Hetze untereinander herum, um nicht allzu hilflos zu wirken.


Wir hingegen konnten etwa 500 Flyer der Antifaschistischen Perspektive Ludwigsburg/Rems-Murr verteilen, die konkrete Lügen der AfD benennen und entlarven. Gleichzeitig erhielten wir pausenlos positive Rückmeldungen von Passantinnen und Passanten. Einige stellten sich sogar an unsere Transparente, andere brachten uns erfrischendes Obst. Im Allgemeinen war die Stimmung auf dem Markt eindeutig gegen die AfD gerichtet.

Schließlich war auch die Anmeldezeit der AfD verstrichen und trotzig packte sie ihr Material ein. Dabei stellte sie sich so unbeholfen an wie schon den ganzen Tag. Und obwohl wir die AfD als eine ernste Gefahr wahrnehmen, amüsieren wir uns über einzelne ihrer Mitglieder und deren Aussetzer.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir haben den rechten Infostand mit Erfolg abgeschirmt, unsere politischen Inhalte in die Bevölkerung hineingetragen, die AfD bloßgestellt und klargemacht, dass wir hetzerische Propaganda nicht unbeantwortet lassen, ob vor oder nach den Wahlen.


Der AfD den Kampf ansagen!

Quelle:Indymedia

Antifaschischter Aktionstag in der heißen Wahlkampfphase

Am Samstag waren wir als Offenes Antifaschistisches Treffen sowohl in Schorndorf als auch Backnang aktiv, um den rechten Hetzern der AfD den Kampf anzusagen.

Der antifaschistische Aktionstag begann Samstagvormittags in Schorndorf, wo die AfD wieder einmal einen ihrer Wahlkampfstände abhielt. Diesmal allerdings nicht ohne unseren Protest: Als kleine Spontandemonstration zogen wir über den Schorndorfer Markt zum AfD-Stand und schirmten diesen mit einem Transparent für einige Zeit ab. Die AfD reagierte gewohnt unsouverän auf antifaschistischen Protest und schrie wirres Zeug durch die Gegend. Vor allem ein AfD-Wahlkampfhelfer machte sich lächerlich, in dem er immer wieder rief: „Hier sind die Hetzer!“ und dabei AfD-Flyer in die Luft hielt. Den übrigen AfDlern war das offensichtlich peinlich, so fielen in dessen Richtung Sprüche wie „Lass das doch, das ist doch Scheiße“.

Nach einiger Zeit rückte dann die Polizei an, welche uns zwang, uns neben den AfD-Stand zu stellen. Die ganze Aktion über konnten etwa 500 Flyer der Antifaschistischen Perspektive Ludwigsburg/Rems-Murr verteilt werden, die die Lügen der AfD entlarven. Beim Flyer verteilen und Gespräche führen wurden wir immer wieder für unsere Aktion gelobt. Gerade zum Anfang unserer Aktion riefen viele SchorndorferInnen unter Applaus unsere Parolen mit. Eine ältere Schorndorferin stellte sich sogar spontan mit uns hinter das Transparent, um ihren Protest auszudrücken. Darüber hinaus konnten wir immer wieder Menschen, denen AfD-Propaganda in die Hand gedrückt wurde, auch antifaschistische Flugblätter mit auf den Weg geben.

Weiter ging es abends in Backnang, wo die AfD ihre zentrale Wahlkampfveranstaltung für den Rems-Murr-Kreis abhielt. Etwa 40 Antifas sammelten sich am Bahnhof und zogen als Spontandemonstration zur angemeldeten Kundgebung des Zusammen gegen Rechts Bündnisses. Die Spontandemo machte allerdings direkt vor dem Backnanger Bürgerhaus halt, wo die AfD ihre Veranstaltung abhielt. Dort stellte man sich mit Transparenten und Fahnen auf und machte den wenigen ankommenden AfD‘lern mit Parolen klar, dass sie in Backnang unerwünscht sind. Dies wurde auch in den Teilnehmerzahlen offensichtlich: Mehr als die Hälfte der Plätze im Saal blieben leer, diejenigen die dort waren, sind durchweg als bereits aktive Rechte bekannt, womit die Resonanz der Hetzveranstaltung innerhalb der Backnanger Bevölkerung gering ausfiel. Insgesamt beteiligten sich etwa 150 Menschen an den Gegenprotesten, was angesichts der kurzen Mobilisierungszeit einen Erfolg darstellt. Dass keine reale Einschränkung der AfD-Veranstaltung möglich war, lag vor allem am hohen Aufgebot der Polizei, welche mit über zwanzig Mannschaftswägen und etwa einem halben Dutzend herumschleichenden Staatsschützern wieder klar machte, auf wessen Seite sie steht: Auf der Seite der RassistInnen und ArbeiterInnenfeinde. Dass ein solch hohes Aufgebot notwendig ist, um eine AfD-Veranstaltung durchzusetzen, sorgt andererseits für ein wenig ansprechendes Außenbild der rechten Partei, ist aber auch auf vielfältigen, antifaschistischen Aktionen während des Wahlkampfes im Rems-Murr-Kreis zurückzuführen. So wurde eine weitere AfD-Hetzveranstaltung im beschaulichen Urbach zwei Tage zuvor wurde von einem ähnlich massiven Aufgebot hofiert, zehn Einsatzwägen und zwei Pferde hatten sich ohne die Ankündigung von Gegenprotesten um das Veranstaltungsgebäude postiert. Das erschwert die Ausgangslage für Proteste, ist aber auch ein deutliches Zeichen an die AfD, dass sie ohne Polizeischutz keine Großveranstaltungen durchführen kann.

Darüber hinaus ein Netzfund: Wenige Tage nach den Protesten in Backnang kam es zu einer weiteren antifaschistischen Aktion gegen einen AfD-Kandidaten. Den Bericht möchten wir hier dokumentieren.

Wenn auch du Lust oder kreative Ideen hast, die AfD und andere Reaktionäre an der Verbreitung ihrer Hetze zu hindern, dann komm am 2. Dienstag des Monats in die Fronackerstraße 60 in Waiblingen zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr! Das nächste Treffen findet am 11. Juni um 19 Uhr statt.

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