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Offenes antifaschistisches Treffen Rems-Murr

Kategorie: Allgemein Seite 1 von 3

Veranstaltung am 20. November: Was tun im Betrieb gegen Rechts?

Vor einigen Monaten beim Daimlerkonzern: Zwei langjährige Mitarbeiter beleidigen auf rassistische Art und Weise über Monate einen Kollegen mit Migrationshintergrund. Sie schikanieren ihn mit extrem rechten Bildern bei Whatsapp und bedrohen sogar seine Familie. Irgendwann reicht es dem Betroffenen und er meldet die Vorkommnisse bei seinem Vorgesetzten. Die Vorwürfe lassen sich leicht belegen, die beiden Hetzer verlieren ihren Job. Er rechnet damit, dass nun alles vorbei ist, aber es kommt ganz anders.
Denn die beiden Rassisten haben einen Verbündeten an ihrer Seite, der keine Kosten und Mühen scheut, um die Vorfälle zu verdrehen und zu verharmlosen. Dieser Verbündete ist Oliver Hilburger, Führer der rechten Pseudogewerkschaft Zentrum Automobil. Er lässt ein aufwendiges Propagandavideo produzieren, das die beiden Rassisten als unschuldig darstellt. Laut dem faschistischen Streifen seien „ein türkischer Vertrauensmann und die durch und durch korrupte IG Metall“, die im Stil der Mafia im Hintergrund die Fäden ziehe. Doch Hilburger ist nicht alleine: aus allen Ecken der braunen Bewegung wird das Stuttgarter Betriebsprojekt um Hilburger gefeiert und unterstützt. Es scheint so, als ob nach dem Versuch die Deutungshoheit auf der Straße, in den Medien und Parlamenten jetzt auch um die Vorherrschaft im Betrieb gekämpft werden soll.

Warum investiert der ehemalige Co-Bandleader einer Naziband, die den Soundtrack für die Videos des NSU lieferte, soviel Energie in die Verteidigung von zwei Rassisten? Warum schießt Zentrum Automobil so scharf gegen die IG Metall, nicht aber gegen die Konzernführung? Welche Rolle spielen Akteure wie 1Prozent für Deutschland oder Björn Höckes AfD-Flügel in all dem? Womit ist in der Region Stuttgart zu rechnen, in der es in Waiblingen oder Sindelfingen bereits Zentrums-Ableger gibt? Und vor allem: Was können wir dieser Rechtsentwicklung entgegensetzen?

Auf Einladung des Zusammen gegen Rechts Bündnis diskutieren das:

Ein Vertreter der IG Metall, ein Antifaschist, ein Betriebsrat von Daimler Mettingen

Einlass ab 18:30 Uhr. Personen, die rechten Organisationen zugehörig sind oder rechtes Gedankengut durch T-Shirts, Flugblätter und ähnlichem Propagieren, sind von der Einladung ausgenommen und werden der Veranstaltung verwiesen.

Link zur Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/2477092552531050/

Gedenkkundgebung zum 9. November in Welzheim

Anlässlich des 81. Jahrestags der faschistischen Pogromnacht kamen vor dem ehemaligen KZ in Welzheim – darunter viele WelzheimerInnen – ca. 30 Menschen zusammen, um der Opfer der faschistischen Diktatur zu gedenken. Die Kundgebung unter dem Motto „Erinnern heißt kämpfen“ verlief reibungslos und knüpft damit an das gelungene Gedenken im vorherigen Jahr an.
Während der Gedenkkundgebung thematisierten wir in unserem Redebeitrag den historischen Antisemitismus der deutschen Faschisten und seiner Kontinuität innerhalb der braunen Bewegung. Darin gingen wir unter anderem auf den antisemitisch motivierten Terroranschlag am 9. Oktober in Halle ein. Ein Grußwort der Gruppe „Antifaschistische Perspektive Ludwigsburg/Rems-Murr“ rundete die Veranstaltung ab. Im Nachgang der Kundgebung besuchten wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen die Gedenkstätte auf dem Welzheimer Friedhof. Dort hielten wir eine Schweigeminute ab und legten im Anschluss Blumen auf den Gedenksteinen nieder.

Insgesamt erhielten wir überwiegend positives Feedback für die Kundgebung, die mittels Flugblätter und Pressemitteilung beworben wurde. Wir wollen unser Engagement für eine würdiges Gedenken an die Geschehnisse im Rems-Murr-Kreis weiter fortführen.
Wenn auch du Interesse an antifaschistischer Gedenkkultur und Aktionen gegen Rechts hast, komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr im IG-Metall-Haus Waiblingen und bring dich ein!

Für eine antifaschistische Gedenkkultur!

Erinnern heißt kämpfen!

Nie wieder Faschismus!

Erinnern heißt kämpfen – Kundgebung am 9. November in Welzheim

Am 9. November jährt sich die faschistische Reichspogromnacht zum 81. Mal. Damals organisierten die faschistischen Organisationen von NSDAP, SA und SS den Sturm auf zahlreiche Einrichtungen jüdischen Lebens, Synagogen, Gebetshäuser, Geschäfte und Privatwohnungen. Diese Nacht wurde zum Wendepunkt in der Verfolgung Menschen jüdischen Glaubens, die schließlich in der industriellen Massenvernichtung in den Vernichtungslagern wie Auschwitz während des 2. Weltkrieges gipfelte.

Auch im Rems-Murr-Kreis gab es Konzentrationslager, zum Beispiel das Frauenlager in Rudersberg oder das KZ am heutigen Gottlob-Bauknecht-Platz im Herzen Welzheims. In dieses Lager wurden beinahe alle württembergischen Menschen jüdischen Glaubens verschleppt, die während der Reichspogromnacht in die Hände der Faschisten fielen. Von dort aus wurden sie innerhalb weniger Tage in die Vernichtungslager deportiert. Doch mit der Niederlage des Hitlerfaschismus wurde der Antisemitismus längst nicht aus der Welt geschafft: Rechte aller Coleur bekämpfen die Erinnerung an das stattgefundene Verbrechen auf fanatische Weise, während faschistische Terroristen sich für Massaker an Menschen jüdischen Glaubens bewaffnen und wie zuletzt in Halle auch durchführen.

Damit sich solche Pogrome wie am 9. November 1938 nicht mehr wiederholen, ist es notwendig, der stattgefundenen Ereignisse in einem würdigen Rahmen zu gedenken und die Wurzeln ihrer Entstehung klar zu benennen. Bereits im letzten Jahr konnten wir mit einer Kundgebung einen positiven Beitrag für eine antifaschistische Erinnerungskultur leisten, an die wir auch dieses Jahr anknüpfen wollen und alle WelzheimerInnen herzlichst einladen. Neben Redebeiträgen von verschiedenen Organisationen wird es im Anschluss an die Kundgebung die Möglichkeit der Blumenniederlegung an der Friedhofsgedenkstätte geben.

Für eine antifaschistische Gedenkkultur – Erinnern heißt Kämpfen!

Kundgebung und antifaschistischer Spaziergang in Kirchberg

Im Nachgang zur ZgR-Kundgebung in Kirchberg, an der wir uns als zentraler Akteur beteiligten und einem Provokateur einen antifaschistischen Platzverweis erteilten, zogen wir mit AntifaschistInnen aus Stuttgart selbstbestimmt in Richtung Bahnhof.

Dabei nutzten wir die Gelegenheit und verteilten unsere Flyer in die anliegenden Briefkästen, verklebten Aufkleber und hingen zwei Transparente in Kirchberg auf. Damit sorgten wir für einen antifaschistischen Ausdruck im Kontext der Bündniskundgebung und warben damit in Kirchberg direkt für unser Offenes Treffen.

Zum Abschluss dieses erfolgreichen Vormittages schossen wir noch ein gemeinsames Foto am Kirchberger Bahnhof.

Wenn auch du Interesse an kämpferischen Aktionen gegen Nazis, die AfD oder andere Reaktionäre hast, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr! Wir treffen uns 10. November (immer am 2. Dienstag des Monats) um 19 Uhr im IG-Metall-Haus Waiblingen. Wir freuen uns auf dich!

Alle zusammen gegen den Faschismus!
Ob Nazis oder AfD, stoppt den Rechtsruck in der BRD!

Hier geht es zum Bericht des Bündnisses.

AfD Abschotten – Kein Raum für rechte Hetze in Herrenberg

Es gibt kein ruhiges Hinterland – alle zusammen nach Gültstein!

Bereits vor einigen Wochen protestierten wir mit lokalen AntifaschistInnen gegen eine Veranstaltung der örtlichen AfD mit der Nazi-Betriebsgruppe Zentrum um den Ex-Rechtsrocker Oliver Hilburger. Deren Veranstaltungsort “Zum Kronawirt” ist schon seit längerem ein Vernetzungsort der Rechten – Zeit zu handeln! Kommt mit uns nach Gültstein und lasst uns den Hetzern in die Suppe spucken!

Gemeinsame Anreise aus dem Rems-Murr-Kreis:

Treffpunkt um 16:30 Uhr am Waiblinger Bahnhofskiosk

Kommt zahlreich!
Kein Platz für rechte Hetze!

Ob Halle oder Kirchberg – Keinen Meter dem rechten Terror!

Rechte Terroranschläge werden nur dann zurückgehen, wenn wir deren Ursachen bekämpfen! Beteiligt euch mit uns an der Kundgebung des Zusammen gegen Rechts Bündnis und setzt mit uns ein Zeichen für ein antifaschistisches Kirchberg!

Treffpunkt für Bahnreisende: 9:45 Uhr in Kirchberg am Bahnhof.


Am 17. Oktober haben Unbekannte versucht, die Kirchberger Geflüchtetenunterkunft niederzubrennen. Kurze Zeit vorher wurde öffentlich, dass Menschen dort einziehen sollen. Für uns steht fest, dass der oder die Täter aus rassistischen Gründen gehandelt haben. Den Einzug Geflüchteter konnten sie allerdings nicht verhindern. Diese Tat fällt mit einer Vielzahl rechtsterroristischer Anschläge aus der jüngeren Vergangenheit zusammen. In Halle hat es eine Synagoge getroffen, in Dortmund eine Moschee. Dass diese Ausbrüche faschistischer Gewalt mit einer bestimmten Stimmung in Verbindung stehen, lässt sich nicht länger leugnen. Dieses Klima wird von politischen Akteuren bewusst geschürt. Ob in informationell abgedichteten Internetforen oder meist weitab gelegenen rechten Hochburgen: AfD-nahe Lügner, Neonazis und Verschwörungsdenker verbreiten gezielt Inhalte, die Menschen mit Migrationshintergrund in den Dreck ziehen und ein geschlossenes, völkisches Weltbild propagieren. Auch in Kirchberg hat die Partei AfD, die deutschlandweit das rassistische Klima anheizt, Mitglieder, die viel Zustimmung erhalten. Aber auch hier gibt es fortschrittliche und antifaschistisch eingestellte Menschen. Zusammen müssen wir den Geflüchteten unsere volle Solidarität zukommen lassen und ein wahrnehmbares Zeichen gegen den Rechtsruck und faschistische Gewalt setzen.


Ob im Alltag oder auf der Straße, ob in Kirchberg oder Ostdeutschland: Wir dulden keine rechte Gewalt! Wir werden uns gegen Hetze und Rassismus wehren und der Spaltung unserer Gesellschaft entschlossen entgegentreten.
Alle zusammen gegen den Faschismus!

Aufruf des Bündnis Zusammen gegen rechts

Am 12. Oktober gegen die weitere Verschärfung des Polizeigesetzes demonstrieren!

Bei antifaschistischen und linken Kundgebungen und Demonstrationen kommt es gerade in Baden-Württemberg zu immer höheren Polizeiaufgeboten und Bullenangriffen auf der Straße. Gleichzeitig rüstet die Polizei immer mehr auf: Handgranaten, (Halb)automatische Handfeuerwaffen oder Drohnen gehören schon längst zum normalen Arsenal. Ebenso wird die Polizei mit weitreichenden Spionagebefugnissen ausgestattet, damit das auf Ausbeutung, Rassismus oder Umweltzerstörung beruhende System aufrecht erhalten werden soll. Wir sagen ganz klar Nein zum Abbau demokratischer Freiheitsrechte, vor allem wenn rechte Regierungsbeteiligungen immer möglicher werden! Kommt deshalb mit uns zur Demo gegen die weitere Verschärfung des Polizeigesetzes in Bad Cannstatt. Wir treffen uns zur gemeinsamen Anreise am Samstag, 12. Oktober um 15:00 Uhr an Gleis 5 am Waiblinger Bahnhof.

Wir dokumentieren außerdem den Aufruf der Roten Hilfe Stuttgart für die Demo:

Ob Stadion, Streik oder Straße….Es kann alle treffen! Nein zum neuen Polizeigesetz!

Die Verschärfung der Verschärfung. Sie kommt: Bundesweit werden die Befugnisse von Polizei und Repressionsbehörden in den letzten Jahren ausgebaut. Auch in Baden-Württemberg. Nachdem die grün-schwarze Landesregierung bereits 2017 unter dem Motto „an die Grenze des verfassungsmässig Machbaren“ das Polizeigesetz verschärfte, will CDU-Innenminister Strobl noch eins draufsetzen.

Beflügelt von den neuen Gesetzen anderer Bundesländer sind Maßnahmen geplant, die Möglichkeiten zu nahezu grenzenloser Überwachung Einzelner, sowie zur Kriminalisierung missliebiger Demonstrationen und Kundgebungen schaffen. Hinzu kommt, als Kirsche auf dem Sahnehäubchen der Repression, ein unendlich verlängerbarer Gewahrsam ohne konkreten Vorwurf, geschweige denn ein rechtskräftiges Urteil.

Was für viele Menschen auf den ersten Blick abstrakt und weit von der eigenen Realität entfernt scheint, ist für andere schon jetzt eine unmittelbare Gefahr. Zielgruppe der neuen Gesetze sind bundesweit zum Beispiel Fußballfans, die die Kommerztempel der Republik mit Leben und Kreativität füllen, Migrant*innen oder eben Linke und soziale Bewegungen, die ihre Kritik am Gesellschaftssystem auf die Straße tragen. Doch es kann alle treffen!

Was heute an Fanszenen und Linken ausprobiert wird, trifft morgen Menschen, die Geflüchteten helfen und Abschiebungen verhindern. Heute sind antifaschistische Bündnisse von Polizeigewalt und Drohnenüberwachung betroffen, morgen trifft es die Gewerkschaft beim Streik oder Schüler*innen, die mit Schule schwänzen auf die drohende Klimakatastrophe reagieren.

In einer Gesellschaft, in der die Spanne zwischen Arm und Reich immer größer wird, sind die Polizeigesetze die präventive Antwort auf kommende soziale Spannungen. Der Staat rüstet auf, um im Zweifelsfall reagieren zu können. Was dann verteidigt werden soll, ist klar: die bestehenden Profitinteressen der Wenigen, die Ausbeutung der Mehrheit durch die Minderheit. Kurz: der Kapitalismus.

Gerade deswegen ist der Widerstand gegen das neue Polizeigesetz schon jetzt immens wichtig. Auf der Straße, im Stadion, bei Streiks setzen wir den repressiven Vorstellungen des Staates unsere Solidarität und unseren Zusammenhalt entgegen.

Kommt zur NoPolGBW-Demo, gemeinsam das Polizeigesetz verhindern:
12. Oktober 2019, 15:30 Uhr Marktplatz, Cannstatt

http://rotehilfestuttgart.blogsport.eu/2019/09/19/nein-zum-neuen-polizeigesetz/

Zugtreffpunkt zur antikapitalistischen Beteiligung am Klimastreik in Stuttgart

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass der Klimawandel katastrophale Konsequenzen für die gesamte Menschheit mit sich zieht. Vor allem die kapitalistische Produktionsweise trägt Schuld für die Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen. Wer das nicht anerkennt oder sogar den menschengemachten Klimawandel grundsätzlich (wie die AfD) leugnet, stellt die Profitinteressen von Wenigen über das Überleben aller.

Gründe, für die Erhaltung unserer Umwelt auf die Straße zu gehen, gibt es also genug. Kommt am 20.09 mit uns nach Stuttgart zur antikapitalistischen Beteiligung bei der FFF-Demonstration!

Gemeinsame Anreise aus dem Rems-Murr-Kreis:
10:45 am Waiblinger Bahnhof beim Kiosk!

System change not climate change!
Kampf für das Klima heißt Kampf dem Kapital!
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Wir dokumentieren hier den Aufruf des Antikapitalistischen Klimatreffens Stuttgart für die Klimaaktionswoche:

„Nicht alle haben es uns eingebrockt, sondern nur ein paar Wenige, und um den Planeten zu retten müssen wir den Kampf gegen sie und ihre Firmen und ihr Geld aufnehmen und sie zur Verantwortung ziehen“
– Greta Thunberg


Wenn wir in den nächsten Jahren diesen Kampf nicht aufnehmen, werden in 30 Jahren 5,6 Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden und über 400 Millionen Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen. Extreme Wetterbedingungen werden unser aller Leben erschweren, Pflanzen- und Tierarten ausrotten und immer größere Gebiete der Erde unbewohnbar machen. Um die Erderwärmung noch auf 1,5°C zu begrenzen, haben wir nur noch 8 Jahre und 3 Monate Zeit.
Soweit die trockenen Fakten.
Doch anstatt auf diese dringliche Bedrohung unserer Existenz zu reagieren, bleibt die bürgerliche Politik untätig und verfehlt sogar ihre selbst gesetzten Ziele, wie das „Pariser Abkommen“. Statt die eigentlich Verantwortlichen – die großen Konzerne – zu belangen, wird versucht, beispielsweise durch Dieselfahrverbote, Steuern auf Fleisch oder CO2 -Emissionen, die Verantwortung auf die Bevölkerung abzuwälzen.
Die reichsten zehn Konzerne, welche für 71% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind, dürfen weiter dieWelt zugrunde richten. Uns wird stattdessen vorgebetet, wir sollen unseren individuellen „CO2-Footprint“ so klein wie möglich halten, um das Klima zu „retten“. Ein Tropfen auf den heißen Stein.


Fight the system, save the planet.


Das Verhalten der Politik ist nicht verwunderlich, denn auch diese unterliegt der kapitalistischen Logik. Diese
orientiert sich weder an den Bedürfnissen der Menschen, noch an denen der Umwelt, sondern daran, den Konzernen und Banken möglichst hohe Profite zu gewährleisten. Selbst wenn Deutschland es tatsächlich schaffen sollte, die eigenen CO2-Emissionen zu verringern, wird die Produktion einfach verlagert auf Länder, in denen Umweltschutz nicht so sehr im Fokus steht. Auch extrem klimaschädliche Praktiken, wie das Verstromen von Öl und Kohle oder Brandrodungen, sind deshalb alltäglich, weil damit hohe Profite erwirtschaftet werden können. So liegt die Unvereinbarkeit von Klimaschutz und Kapitalismus im Wesen des Kapitalismus selbst, denn unendliches Wachstum ist nicht auf einer endlichen Welt mit begrenzten Ressourcen möglich.


Konsequenter Umweltschutz ist mit dem Kapitalismus also nicht vereinbar. In leiser Vorahnung, dass die Revolutionnicht am 20. September ausbrechen wird, sind auch ökologische Reformen eine sinnvolle Sache, wenn sie nicht auf dem Rücken der Mehrheit der Bevölkerung ausgetragen werden. Erstaunlich oft sogar sind ökologische und soziale Verbesserungen eng miteinander verzahnt.


Nehmen wir zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel: Gut ausgebauter und kostenloser Nahverkehr macht
Individualverkehr mit Autos in großen Teilen überflüssig.
Allerdings sollten wir uns niemals auf Reformen beschränken, denn der Ursprung der Klimakrise – das
kapitalistische Wirtschaftssystem – kann dadurch nicht behoben werden. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass Profiteure der Umweltzerstörung nicht seelenruhig zuschauen, wie wir ihre Profite schmälern. Sie werden alle Mittel nutzen, um genau das zu verhindern. Auch deshalb reicht es nicht einfach einige Reformen durchzusetzen und den Kapitalismus etwas „grüner“ zu gestalten. Wir brauchen eine radikal andere Gesellschaft, eine Gesellschaft, in der nicht der Profit, sondern die Menschen und ihre Zukunft an erster Stelle stehen! Erst wenn die gesamte Wirtschaft demokratisch verwaltet und geplant wird, wir also rational entscheiden, wie und was produziert wird, können wir ökologisch sinnvoll produzieren.
Auch die massiven Umbaumaßnahmen, Umstrukturierungen und Abwicklungen schädlicher Industrien, die für die Rettung des Weltklimas notwendig sind, können erst dann umgesetzt werden.


Wir streiken.


Der bundesweite Klimastreik am Freitag, den 20. September ist ein wichtiger Schritt hin zu einer breiten Bewegung, die für ein nachhaltigeres, gerechteres Gesellschaft- und Wirtschaftssystem jenseits des Kapitalismus eintritt. Gemeinsam und in solidarischer Bezugnahme auf Klimakämpfe in anderen Teilen der Erde zeigen wir auf, dass wir nicht unbehelligt unseren Planeten für die Profite von Wenigen zerstören lassen.
Eine ganze Woche lang, beginnend am Freitag, wird es auch in Stuttgart unterschiedliche Aktionen, Blockaden und Proteste geben.
Wir wollen dabei nicht einfach nur aufzeigen, was alles schlecht läuft, sondern ganz klar Verursacherund Profiteure von Umweltzerstörung benennen und eine Perspektive jenseits dieses zerstörerischen Systems aufzeigen.
Wir arbeiten, lernen und studieren nicht, um unter der Zerstörung der Umwelt zu leiden – Zeit, den Betriebsablauf zu stören. Zeit für unsere Interessen zu streiken. Zeit für Klimastreik!

Antikapitalistisches Klimatreffen Stuttgart

Rheinmetall-Entwaffnen Block auf der DGB Demo in Fellbach

Heute fand in Fellbach anlässlich des Antikriegstages eine Kundgebung des DGB statt. Damit sollte dem Überfall der faschistischen Wehrmacht vor 80 Jahren auf Polen gedacht werden. Wir als InternationalistInnen begrüßen es ausdrücklich, wenn KollegInnen den Kampf gegen Krieg und Militarismus auf die Straße tragen. Wir entschieden uns dazu unsere revolutionär-antimilitaristische Perspektive in der Demonstration sichtbar zu machen.
 
 
Wir entschieden uns dazu unsere revolutionär-antimilitaristische Perspektive in der Demonstration sichtbar zu machen. Deshalb mobilisierten wir im Vorfeld für einen „Rhein-Metall-Entwaffnen-Block“, der die aktuelle Kampagne gegen den größten deutschen Waffenexporteur aufgriff. Mehr Informationen zum Rhein-Metall-Entwaffnen-Camp, den Aktionen die dort stattfinden und zum Konzept des revolutionären Antimilitarismus findet ihr bei der Plattform „Perspektive Kommunismus“.
Vor Beginn der Kundgebung gab es einen lächerlichen Störversuch durch die Nazi-Witzfigur Michael Stecher, der durch eine antifaschistische Aktion aber rasch beendet wurde .Bei der Aktion des DGB beteiligten sich etwa 170 Menschen, die verschiedenen Reden und dem Friedenschor lauschten. Schon auf der Kundgebung waren wir mit Fahnen, Flugblättern und einem „Rhein-Metall-Entwaffnen“-Transparent präsent. Es wurde sichtbar gemacht, dass die Antikriegsbewegung nicht nur aus älteren GenossInnen besteht und klar antiimperialistische Positionen wieder an Stärke gewinnen.
Als die Demonstration begann, formierte sich im vorderen Bereich unser Block, in dem sich etwa 40 GenossInnen sammelten. Mit lauten Parolen wie „Rhein Metall und deutsche Bank, der Hauptfeind steht im eignen Land“ oder „Hoch die internationale Solidarität“ wurde die Demo belebt oder um einen älteren Kollegen zu zitieren „der nötige Pfeffer“ verliehen. Der Block kam bei allen beteiligten sehr gut an und unsere Flugblätter wurden interessiert gelesen.
Immer wieder ertönten auch Parolen in Solidarität mit Palästina, auch ein thematisch passendes Seitentransparent positionierte sich klar gegen zionistische Aggressionen. Das war ein klares Zeichen der Solidarität in Zeiten, in denen Israel zunehmend aggressiver agiert. Ein aktuelles Beispiel ist der Angriff auf den Libanon, obwohl dort momentan keine Kriegshandlungen stattfinden.
Gegen Ende tauchte vor dem antikapitalistischen Block ein großer Papp-Panzer auf, der uns symbolisch auf das Rhein-Metall-Entwaffnen-Camp einstimmte. Der Block ging mit dem Panzer so um, wie man mit imperialistischen Kriegsgerät um zu gehen hat: in einer Sprinteinlage und mit pyrotechnischer Untermalung wurde der Panzer von der Straße gefegt. Mit dieser Aktion wurde unser Ansatz eines kämpferischen Antimilitarismus anschaulich dargestellt.
Kurz vor Ende der Demonstration wurde noch eine Rede im Block gehalten, die auf die Rolle deutscher Monopole und die Wichtigkeit von Aktionen wie des „Rhein-Metall-Entwaffnen-Camps“ einging um eine starke antimilitaristische Bewegung mit revolutionärer Perspektive aufzubauen. Die Rede findet ihr dem Artikel angehängt.
Alles in allem sind wir mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden. Der rechte Störversuch wurde angemessen unterbunden, die Kundgebung war gut besucht und wir konnten uns als entschiedener Akteur in der Bewegung gegen Krieg und Aufrüstung präsentieren. Auch wenn wir sicherlich Differenzen mit pazifistischen und Putin-solidarischen Positionen innerhalb der Kundgebung hatten, war es richtig mit den KollegInnen in den Dialog zu treten und unsere Positionen Sichtbarkeit zu verleihen. Die Aktion gegen den Panzer stellte einen selbstbestimmten Moment dar, der von den übrigen TeilnehmerInnen sehr gut aufgenommen wurde. Nun gilt es, möglichst am Rhein-Metall-Entwaffnen-Camp teilzunehmen und dort unsere antimilitaristische Praxis weiter zu entwickeln. Die bundesdeutsche Linke hat diesen Teilbereich des revolutionären Kampfes zu lange vernachlässigt und das Feld reformistischen Kräften überlassen. Nun gilt es in die Offensive gegen Kriegsgefahr und Aufrüstung zu gehen. Die ständige Kriegsgefahr kann nur durch eine Überwindung des kapitalistischen Systems beendet werden. Deshalb heißt für uns „Nie wieder Krieg!“ auch immer „Nie wieder Kapitalismus!“. Mit dieser klaren Perspektive einer befreiten und friedlichen Gesellschaft, die es zu erkämpfen gilt, sind wir bereit die nächsten Schritte im antimilitaristischen Kampf zu gehen.
 
Krieg dem Krieg!
Krieg dem Imperialismus!
Für eine revolutionäre Perspektive!
 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner,
wir sind heute auf der Straße, weil wir anlässlich des 80. Jahrestages des faschistischen Überfalls auf Polen für eine Sache einstehen wollen: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“. Faschismus bedeutet stets Krieg, das hat uns die Geschichte bereits gelehrt. Aber warum gibt es heute noch Krieg, wenn wir offensichtlich nicht im Faschismus leben? Dazu müssen wir wissen, dass der Faschismus eine Herrschaftsform im Kapitalismus ist und ihn in schrecklichster Form repräsentiert. Wenn Faschismus und Krieg unmittelbar zusammenhängen, dann heißt dass auch, dass Krieg und Kapitalismus nicht voneinander zu trennen sind.
Eine andere Form des Kapitalismus ist der Imperialismus. Er kennzeichnet sich dadurch aus, dass sich in den kapitalistischen Zentren Wirtschaftsmonopole gebildet haben, die durch ihre wirtschaftliche Macht entscheidend die Außenpolitik ihrer Staaten prägen, beispielsweise durch Bestechung, Coups und Embargos. Die von ihnen kontrollierten Staaten unterwerfen sich den Rest des Globus, um den monopolistischen Konzernen Absatzmärkte, Rohstoffquellen und Arbeitskräfte zu erschließen. Gelingt das nicht mit vertraglichen Mitteln, Erpressung oder Bestechung, wird Krieg geführt. Diese Kriege werden oft als „humanitäre Einsätze“ getarnt, obwohl in Wahrheit die ökonomischen und geostrategischen Interessen durchgesetzt werden sollen.
In Palästina und dem gesamten Nahen Osten versucht Israel als Stellvertreter der USA ihre geostrategische Stellung auszubauen. Der jüngste Angriff auf das Staatsgebiet des Libanon zeigt hierbei dass sie vor keiner Eskalation mehr zurückschrecken. Saudi-Arabien führt, um mehr Einfluss und Land zu gewinnen, einen blutigen Krieg im Jemen, indem bereits unzählige ZivilistInnen ermordet wurden. Auch die europäischen Staaten setzen ihre Traditionen als koloniale Ausbeuter überall auf der Welt fort. So riskiert der NATO-Block in der Straße von Hormus unter dem Vorwand des Schutzes von freien Handelsrouten einen dritten Weltkrieg, in dem sie wie vor über hundert Jahren die Säbel rasseln lassen und bspw. Das Existenzrecht des Irans in Frage stellen.
All diese Kriege bedingen sich durch die Wirtschaftsinteressen der Großmonopole und ihrer Staaten. Auch die hießige Rüstungsindustrie verdient sich durch solche imperialistische Kriege eine goldene Nase. Solange das Geld stimmt, werden mit der expliziten Erlaubnis und Förderung der Bundesregierung Kriegswaffen exportiert. Alleine im ersten Halbjahr 2019 exportierte die BRD bereits 5,3 Mrd. an Rüstungsgütern. Diese Summe übersteigt bereits mehr als den gesamten Export im gesamten Vorjahr.
Einer dieser Kriegsprofiteure ist der Rüstungskonzern Rheinmetall, der seine Waffen in immer mehr Krisenregionen auf der ganzen Welt verschifft. Damit setzt er seine Tradition als Kriegslieferant aus dem zweiten Weltkrieg fort. Als Zulieferer produziert Rheinmetall die Rohre für Panzer und weiteres Kriegsgerät, mit denen die Interessen der Herrschenden auf der ganzen Welt durchgesetzt werden. Unsere heimische Rüstungsindustrie befeuert zusätzlich zu den bereits bestehenden 16 Kriegseinsätzen der BRD Krisen auf der ganzen Welt. Kurzum: Krieg beginnt hier.
Diese Verhältnisse, liebe Antimilitaristen und Antimilitaristinnen, diese Verhältnisse sind für uns nicht hinnehmbar. Unser Auftrag muss es sein, jetzt die bestehenden Verhältnisse anzugreifen. Was müssen wir dafür tun? Wir müssen die abscheulichen Verbrechen des BRD-Imperialismus schonungslos aufdecken und anprangern. Wir müssen das Kriegsgeschäft bekämpfen, in dem wir Sand in die Räder der Kriegsproduktion streuen. Wir müssen internationale Solidarität mit fortschrittlichen Bewegungen aufbauen, wie zum Beispiel der Frauenrevolution in Rojava.
Wie können wir all das lernen? Es gibt nächste Woche ein Camp vor den Toren einem der größten Produktions- und Teststandorte Rheinmetalls in Unterlüß bei Braunschweig. Dort könnt ihr eure theoretischen Grundlagen festigen, Praxis im Rahmen von antimilitaristischen Aktionen erlernen und am letzten Tag des Camps mit einer großen Demonstration auf unsere Bewegung und unser Anliegen aufmerksam machen.
Lasst uns gemeinsam eine revolutionäre, antimilitaristische Bewegung aufbauen! Lasst uns heute auf der Straße eins klar machen: Rheinmetall und Deutsche Bank – Der Hauptfeind steht im eig‘nen Land!

https://de.indymedia.org/node/36933

Rechter Störversuch von Michael Stecher verhindert!

Heute machten wir uns auf den Weg nach Fellbach um uns an der Antikriegstagskundgebung des DGB und am Rhein-Metall-Entwaffnen-Block zu beteiligen und den rechten Störversuch schon im Keim zu ersticken. Diese waren zu erwarten, da die lokale rechte Witzfigur Michael Stecher eine Veranstaltung direkt neben der Kundgebung des DGB angekündigt hatte, wie wir erst kurzfristig heute Morgen mitbekommen hatten.

Stecher ist vor Allem durch sein gescheitertes Projekt „Fellbach wehrt sich“ bekannt und betreibt seitdem hauptsächlich Anti-Antifa-Arbeit, vor Allem über das rechte Hetzportal Pi-News. Wirklich ernst nimmt ihn eigentlich niemand, bis auf die Rems-Murr-AfD, die sich ihm mehrmals bereitwillig für Interviews zu Verfügung gestellt hat, beispielsweise zu den Ereignissen rund um den Kommunalwahlkampf und den diesbezüglichen Gegenprotesten dieses Jahres.

Ab und zu lässt er sich auch auf linken Veranstaltungen blicken, von denen er stets konsequent verwiesen wird. Das er allerdings eine eigene Gegenkundgebung gegen eine Aktion von GewerkschaftlerInnen und KriegsgegnerInnen zum Gedenken des 80. Jahrestags des Überfalls der Wehrmacht auf Polen organisiert, ist eine neue Stufe der Dreistigkeit.

Wir kamen als Spontandemonstration zum Ort des Geschehens und fanden den einsamen Stecher mit EINEM ebenso verwirrten Kameraden auf seiner „Kundgebung“ vor. Dort wurde ihm sogleich deutlich gemacht, dass er nicht willkommen ist. So wurde sein Transparent sofort von AntifaschistInnen beschlagnahmt. Nach einem kurzen Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sich die anwesenden Polizisten auffällig zurückhielten, wurde der lächerliche rechte Störversuch beendet. Stecher flüchtete aus unserer Reichweite und die Kundgebung des DGB konnte in Ruhe fortgeführt werden. Anschließend beteiligten wir uns erfolgreich am Rheinmetall-Entwaffnen-Block.

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, linke und fortschrittliche Politik im Rems-Murr-Kreis gegen rechte Störversuche zu verteidigen, seien sie auch noch von so lächerlicher Natur wie heute. Wieder einmal hat sich gezeigt dass konsequenter Antifaschismus die Grundlage für linke Politik ist.

Wenn auch du dich gegen rechte Hetze und Faschisten im Rems-Murr-Kreis engagieren willst komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen, jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Fronackerstr. 60 in Waiblingen!

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