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Offenes antifaschistisches Treffen Rems-Murr

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Lieder gegen das Vergessen – Erinnern heißt kämpfen!

Am vergangenen Donnerstag fand in der Manufaktur Schorndorf eine Kulturveranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) statt, an der wir uns mit unter anderem mit einem Infotisch beteiligten. An diesem konnten wir viele Interessierte begrüßen und interessante Gespräche und Diskussionen führen.

Die Liedermacher Bernd Köhler am Mikrofon und der Gitarre sowie Joachim Romais an der Geige sorgten für den musikalischen Teil des Abends, welcher mit dem Titel „Lieder gegen das Vergessen“ an Zeiten des antifaschistischen Widerstandes erinnerte. In den Ansagen wurde aber auch immer wieder die ungebrochene Notwendigkeit betont, auch gegen aktuelle rechte Parteien wie die AfD aktiv zu werden. Auch Neuinterpretationen bekannter Klassiker wie Bella Ciao und weiterem Liedgut von namhaften Komponisten wie Berthold Brecht und Hans Eisler, oder Eigenkompositionen wie „Nazis raus aus unserer Stadt“ wurden zum Besten gegeben und vom Publikum mitgetragen. Desweiteren organisierten die GenossInnen der VVN-BdA eine interessante Ausstellung namens „Nicht meine Alternative“, die sich mit der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ und dem allgemeinen Rechtsruck auseinander setzte.

Das antifaschistische Erinnerungskultur immer auch den Kampf für eine aktuelle antifaschistische Politik bedeutet, unterstrichen einige AktivistInnen, die offenbar die Gunst des Abends nutzten und mit Aufklebern das Stadtbild verschönerten. Auch zukünftig wollen wir kollektive und gegenwartsbezogene Erinnerungskultur im Rems-Murr-Kreis verankern. Wenn du daran Interesse hast oder dich gegen Nazis engagieren möchtest, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr. Wir treffen uns am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr in der Fronackerstraße 60 in Waiblingen.

Nie wieder Faschismus!

Gegendarstellung zu den Behauptungen im StZ-Artikel „Plakataktion in Fellbach: Neue Antifa-Gruppe verunsichert Bürger“

Da im StZ-Artikel „Plakataktion in Fellbach: Neue Antifa-Gruppe verunsichert Bürger“ mehrere fälschliche Behauptungen aufgestellt werden, wollen wir durch eine Gegendarstellung für Klarheit sorgen. Zunächst: Wir werten unsere Kreativaktion als Erfolg, da wir mit vielen FellbacherInnen das Gespräch suchten, positive Rückmeldungen bekamen und für Aufklärung sorgen konnten. Unterm Strich bleiben drei selbstbestimmte Kundgebungen, mehrere hundert verteilte Flugblätter, erfreuliche Gespräche mit PassantInnen sowie einige verklebte Wandzeitungen an belebten Fellbacher Orten. Das wir mit unserer Theateraktion BürgerInnen verunsicherten, kann daher getrost als falsch bezeichnet werden. Doch das sind nicht die einzigen Unwahrheiten im Artikel der Stuttgarter Zeitung.

Der Staatsschutz in Form seines Leiters Bernd Rauner wiederholt gebetsmühlenartig, es gäbe keine KKK-Strukturen im Rems-Murr-Kreis, der Staat greife „konsequent“ gegen rechte Terrorstrukturen durch und die Polizei sei kein Handlanger rassistischer Organisationen. In unseren Augen sind das gewagte Aussagen für die Abteilung Staatsschutz, welche nach zwei Jahren massiver faschistischer Schmierereien und Drohungen gegen Andersdenkende an Brücken, Geländern und Mauern sowie vier Farbanschlägen auf den Journalisten Alfred Denzinger allem Anschein noch nichts unternommen hat. Die gleiche Abteilung Staatsschutz scheute weder Kosten noch Aufwand, mit 12 Personen in Zivil die Kundgebung „Für eine Welt ohne Rassismus: Backnang besser ohne Nazis!“, welche sich gegen eben jene Schmierereien und Farbanschläge richtete, zu bespitzeln und einzelne Teilnehmer durch Kontrollen zu schikanieren. Und es ist mit größter Wahrscheinlichkeit auch die selbe Abteilung Staatsschutz, die die in Fellbach verklebten Wandzeitungen der Staatsanwaltschaft vorlegte, um den abgebildeten Inhalt zu kriminalisieren. Angesichts des Verfolgungseifers des Staatsschutzes gegen AntifaschistInnen und seiner Laissez-Faire-Politik gegenüber faschistischen Strukturen ist es klar, dass die Existenzgrundlage des Staatsschutzes nicht das Vorgehen gegen faschistische Strukturen ist, sondern die Bekämpfung und Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstandes dagegen.

Doch damit nicht genug: Während Bernd Rauner die durch Flyer und Wandzeitungen vermittelten Inhalte wohl persönlich nimmt, weicht er und die Stuttgarter Zeitung einer aufgeworfenen Thematik völlig aus. Wie können sich BürgerInnen, ChristInnen, Muslime und Muslima, Menschen jüdischen Glaubens, Linke, MigrantInnen und GewerkschafterInnen gegen faschistische Terrorstrukturen wehren, die von staatlichen Institutionen mit aufgebaut, finanziert und geschützt werden? Beispiele dafür gibt es genug:

  • Die massive Aktenvernichtung und die zahlreichen eingesetzten V-Männer im Umfeld des NSUs
  • Das aufgedeckte Terrornetzwerk innerhalb der Bundeswehr mit dem Ziel, politische GegnerInnen zu ermorden
  • Die Gründung des Vereins „Uniter“ innerhalb dieses Bundeswehr-Terrornetzwerk durch einen damaligen Verfassungsschutzmitarbeiter aus BaWü
  • Die Gruppe hessischer PolizistInnen, die sich als NSU 2.0 bezeichnete und eine NSU-Opferanwältin sowie ihre zweijährige Tochter mit Mord bedrohten
  • Die zwei Schwäbisch-Haller Polizisten, deren Mitgliedschaft beim Ku Klux Klan Anfang der 2000er Jahre keine disziplinarischen Folgen hatte (pikanterweise waren dies die beiden Ex-Kollegen der vom NSU getöteten Michèle Kiesewetter)

Was kann man gegen all diese Fälle unternehmen? Neben dem Engagement gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck sowie gegen die Verankerung rechter Organisationen und deren Inhalten in der Öffentlichkeit, halten wir (journalistische) Recherche und Information der Bevölkerung durch AntifaschistInnen für zentral. Denn die aufgezählten Beispiele sind nicht nur ein Beleg dafür, dass Informationen aus Polizeikreisen unsachlich und parteiisch sind, insbesondere dann, wenn sie selber das potentielle Ziel von Ermittlungen sind. Sie unterstreichen die Wichtigkeit der fast schon vergessenen Lehre aus dem NSU-Komplex: Wenn man gegen rechte Verstrickungen in staatlichen Behörden wie Polizei und Geheimdienst vorgehen will, darf man den Bock nicht zum Gärtner machen und sich dabei auf eben jene Behörden verlassen!

Unsere Arbeit zur Zusammenarbeit von Teilen staatlicher Institutionen mit dem faschistischen Terrormilieu hat mit der Aktion in Fellbach begonnen. Wir sehen diese aber als Teil unserer antifaschistischen Arbeit, denn ein rassistisches und nationalistisch aufgeladenes Gesellschaftsklima kann nur die Bildung rechter Terrorzellen begünstigen. Wenn also jedeR im Alltag klare Kante gegen Rechts zeigt und man gemeinsam einen selbstbestimmten und wirksamen Kampf gegen rechte Strukturen führt, dann kann in Zukunft auch rechter Terror verhindert werden. Wohin die Verharmlosung und das Wegschauen gegenüber Nationalismus, Rassismus und Spaltung führt, zeigt uns die deutsche Geschichte, aber auch der Blick auf den von Faschisten verübten Massenmord an Muslimen in Neuseeland. Wir rufen daher dazu auf, sich nicht von den Aussagen der Polizei einlullen zu lassen, sondern selbst gegen Verstrickungen der Behörden mit faschistischen Banden aktiv zu werden!

Unangemeldete Blitzkundgebungen in Fellbach anlässlich der KKK-Hausdurchsuchungen

Aufgrund mehrerer Razzien gegen rechtsterroristische Strukturen in Fellbach in den vergangenen Monaten, sahen wir uns als OAT dazu verpflichtet die FellbacherInnen über die Hintergründe dieser Vorgänge aufzuklären. Vor allem sind wir auf die heuchlerische Rolle des Staatsapparates im Kampf gegen Rechtsterrorismus eingegangen. Nähere Informationen dazu findet ihr in unserem Flyer.

Im Vorfeld unserer Aktion wurden mehrere hundert Haushalte in Fellbach mithilfe von Flugblättern über die rechten Strukturen in ihrer Stadt informiert. Am heutigen Samstag versammelten sich einige AktivistInnen des OAT für drei unangemeldete Blitzkundgebungen in Fellbach und dem Teilort Schmiden. Mithilfe eines Standbild-Theaters wurde plastisch dargestellt, wie Staat und Nazis Hand in Hand agieren. Außerdem wurde ein thematisch passendes Transparent aufgespannt, Megafon-Durchsagen gemacht und unsere Flyer an PassantInnen verteilt. Die Resonanz war hierbei durchweg positiv, einige hatten die Flyer schon in ihren Briefkästen und zeigten großes Interesse an unserer Arbeit. Nur ein sichtlich alkoholisierter Rechter hielt es für nötig, am Rand zu pöbeln. Dabei bedrohte er einige AktivistInnen („Ich bring dich um!“, „Ich zeig dich an!“) Nach einer Konfrontation mit einigen Antifas ergriff der Wirrkopf schnell die Flucht. Wir ließen uns durch diese lächerliche Gestalt aber nicht von unserer Aktion abhalten und führten weiter Gespräche mit FellbacherInnen. Nach unseren Blitzkundgebungen wurden die Inhalte unserer Aktion durch angebrachte Wandzeitungen im Stadtbild präsent gemacht.

Unsere heutige Aktion war ein voller Erfolg. Wieder einmal wurde bewiesen, dass wir keine Polizei benötigen, sei es um über faschistische Umtriebe aufzuklären oder um Kundgebungen durchzuführen. Gerade bei diesem Thema ist es wichtig, selbstbestimmt zu agieren. Auch weiterhin werden wir ein Auge auf rechte Terrorstrukturen in unserem Kreis haben und zusammen mit den Menschen vor Ort den Druck auf sie erhöhen. Wenn auch du Ideen für den Widerstand gegen faschistische Strukturen hast, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr. Wir treffen uns am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr in der Fronackerstraße 60 in Waiblingen.

Staat und Nazis Hand in Hand – Organisiert den Widerstand!

OAT Soliparty

Seit 5 Monaten nun gibt es auch im Rems-Murr-Kreis ein offenes Antifatreffen. Seit dem ist schon viel passiert: wir haben über Naziaktivitäten in der Region aufgeklärt, die AfD gestresst und uns die Straßen unserer Städte genommen. Das alles hängt allerdings davon ab, dass sich einerseits Menschen zu dieser Arbeit bereit erklären und andererseits überhaupt erst die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen um Tranpis zu Gestalten, Flyer zu Drucken und Stadtbilder zu verschönern.

Zu den Klängen eines enormen musikalischen Spektakel, das elektronische Musik in einer schier unglaublichen Vielfalt (Techno, Drum’n’Bass, Goa) sowie die Sternstunden vergangener Zeiten (stumpf gesagt: Trash) und zur Krönung einen Secret Special Guest (geheim) bietet, wollen wir darum bei delikaten Soli-Cocktails zusammen feiern!

Genauso gerne wie wir euch alle dazu einladen auf dem OAT zu partizipieren, wollen wir euch zu unserer Gründungsparty einladen. Kommt also mit bester Laune und all euren Freunden am 16.3. ins Linke Zentrum Lilo Hermann und feiert mit uns für starke Antifa-Strukturen im ländlichen Raum!

Info: Der Betrag von 5€ ist lediglich eine Spendenempfehlung.

Antifas und Partyspaß statt Nazipack und Tränengas!

…nicht lange fackeln! Die Nazimahnwache am 23. Februar in Pforzheim verhindern!

Auch dieses Jahr findet in Pforzheim wieder die faschistische Fackelmahnwache des „Freundeskreis – Ein Herz für Deutschland (FHD)“ auf dem Wartberg statt. Anlass für das alljährliche Event ist die gezielte Bombardierung der Stadt im Jahr 1945, bei der mehr als 17.000 Menschen durch Bombenabwürfe der britischen „Royal Air Force“ starben. Die angebliche Gedenkveranstaltung ist jedoch nur ein Vorwand der FaschistInnen, um ein Auftreten ihrer verschobenen und menschenfeindlichen Weltanschauung zu begründen und zu legitimieren. In ihrer revisionistischen Darstellung der Geschichte, wollen sie die Kriegsverbrechen des deutschen Faschismus bewusst verharmlosen, um dadurch Deutschland in eine Opferrolle der Ereignisse zu rücken. Die mörderische Angriffspolitik der Nazis und die Kriegsschuld werden verdreht und geleugnet.

Nicht mit uns!

Eine so widerliche Masche der Geschichtsverdrehung und Opfermythen werden wir nicht unbeantwortet lassen. Ein Rückblick auf die letzten Jahre zeigt deutlich die erfolgreiche Entwicklung der Proteste und der Aktionsformen gegen die FaschistInnen. Trotz unterschiedlicher Repressalien und des massiven Polizeiaufgebots mit Unterstützung von Hunden, Wasserwerfern und Hubschraubern, lassen sich engagierte AntifaschistInnen nicht davon abschrecken den Weg auf der Berg anzutreten und ihren Protest direkt an Ort und Stelle heran zu tragen. Der voranschreitende Rechtsruck der Gesellschaft und des öffentlichen Diskurs, sowie das Erstarken der Rechten auf der Straße machen Protest und direkte Aktionen notwendiger denn je. Nur eine starke antifaschistische Bewegung kann unsere Gesellschaft vor Nazi-Übergriffen schützen und verteidigen. Nicht nur extrem rechte Gruppen sind Ziel unserer Proteste, sondern auch Veranstaltungen der AfD, die solchen Entwicklungen den Weg ebnet und selbst vorantreibt.

Ein konsequentes Vorgehen der Stadt gegen die Naziumtriebe in Pforzheim ist nicht abzusehen. Im Gegenteil. Unsinnige Auflagen und Repression durch die Polizei richtet sich gezielt gegen antifaschistischen Protest und Demonstrationen . Wir können uns weder auf Staat noch Polizei verlassen.

Schließen wir uns zusammen im Kampf gegen Nazis und Faschismus!
Für eine Zukunft in der Menschen frei von Unterdrückung friedlich miteinander leben können. Alle zusammen: in der Stadt, auf dem Land und in Pforzheim auf dem Berg!

Am 23. Februar gemeinsam und entschlossen gegen die FaschistInnen nach Pforzheim!

Gegen Ausbeutung und Unterdrückung! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Aktuelle Infos zur diesjährigen Mobilisierung nach Pforzheim findet ihr bei:

https://nichtlangefackeln.wordpress.com/

Desweiteren haben Antifas aus dem Rems Murr Kreis ein Pforzheim bezogenes Grafitti gemalt, welches wir hier dokumentieren wollen:

Fundort Indymedia: https://de.indymedia.org/node/29107

Zur Anreise

Aus dem Rems-Murr-Kreis gibt es eine gemeinsame Anreise. Wir treffen uns um 16:00 Uhr am Waiblinger Bahnhof an Gleis 5. 

Auf die Straße am 8. März Für Selbstbestimmung und Frauenkampf!

Frauen die kämpfen, sind Frauen die Leben!

Am 8. März ist der internationale Frauenkampftag, bei welchem Frauen weltweit gegen ihre mehrfache Unterdrückung auf die Straße gehen. Sie demonstrieren für gleiche Bezahlung bei der Arbeit, gegen sexistische und sexuelle Gewalt, gegen Angriffe auf körperliches Selbstbestimmungsrecht und vieles mehr! Auch als AntifaschistInnen sind wir in der Pflicht an diesem Tag einen Ausdruck auf die Straße zu bringen und uns gegen patriarchale Verhältnisse auszusprechen. Frauenfeindlichkeit ist ein integraler Bestandteil faschistischer und rechter Politik, was deutlich bei ihren Angriffen auf die fortschrittliche Frauenbewegung wird. Auch innerhalb ihrer eigenen Strukturen ist es für die Frau ein muss, sich dem männlichen Geschlecht zu unterwerfen und neben dem Haushalt, der Kinder und Altenpflege und einem eventuellen Job noch zusätzlich die Bedürfnisse jeder Form ihrer Mannes zu befriedigen. Deshalb haben wir uns als OAT am Aktionsbündnis beteiligt und schließen uns am 8. März der Demonstration in Stuttgart an.

Ab 16.30 Uhr finden auf dem Schlossplatz Infostände unterschiedlicher Gruppen statt und um 17.30 Uhr beginnt die Demonstration am Rotebühlplatz.

Wir möchten noch einmal betonen, dass Frauen und Männer mit auf die Straße kommen müssen, da auch sie das Patriarchat ablehnen und überwinden wollen!

Wir treffen uns um 16 Uhr in Waiblingen am Bahnhof beim Kiosk.

Frauen kämpfen international, gegen Faschismus, Krieg und Kapital!

Und hier ein Link zu dem Bündnisaufruf:

https://aktionsbuendnis8maerz.wordpress.com/aufruf-vom-aktionsbuendnis-2/

 

Vortrag: Extrem daneben – die Extremismustheorie!

Extrem daneben – die Extremismustheorie!

Seit 2015 sind im Bündnis Zusammen gegen Rechts Rems-Murr über 19 strömungsübergreifende Organisationen und Einzelpersonen aktiv gegen den Rechtsruck in der BRD, der sich vor allem durch zunehmenden Rassismus und Rechte Hetze äußert. Unser erklärtes Ziel dabei ist, mit möglichst vielen Menschen anhand eines solidarischen und antifaschistischen Grundkonsens den Widerstand gegen Rechts auf die Straße zu tragen. Dabei erleben wir auch immer wieder Angriffe seitens von Trittbrettfahrern. Diese setzen wie z.B. auf der in ihrem Antifaschismus inkonsequenten Kundgebung im November 2018 „Schorndorf steht auf“, linke und rechte Politik als „extrem“ gleich. Dabei hat das wenig mit der Realität zu tun.

Die vom Bundesamt für Verfassungsschutz, welcher seit seiner Gründung vor allem faschistische (Terror)strukturen unterstützte, aufgestellte „Extremismustheorie“ spaltet bereits seit mehreren Jahrzehnten den Widerstand gegen Rechts. Da wir als Bündnis in der Vergangenheit öfter mit dieser unwissenschaftlichen „Theorie“ konfrontiert waren, veranstalten wir nun einen Vortragsabend mit anschließender Diskussionsrunde, um uns dem Thema kritisch zu nähern sowie für Aufklärung zu sorgen. Dabei wollen wir insbesondere auf die geschichtlichen und politischen Hintergründe der „Extremismustheorie“, deren Zweck, sowie auf deren Verwendung und Wirkung eingehen. Der Vortrag wird gehalten von unserem Pressesprecher Tim Neumann sowie einer Aktivistin aus dem Bündnis.

Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, bei unserem Vortrag mit uns ins Gespräch zu kommen und freuen uns auf einen informativen Abend!

Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Wann? 19.Februar 2019 um 19 Uhr
Wo? Fronackerstraße 60 Waiblingen (IGM Haus)

Link zur Facebookveranstaltung:
https://www.facebook.com/events/964281927104177/

Der Bericht hierzu: https://zusammengegenrechts.wordpress.com/2019/02/20/gelungener-vortrag-zur-extremismustheorie/

Zur Diesellüge der AfD

Seit geraumer Zeit versucht die AfD, sich mit zahlreichen Aktionen wie Infoständen in Innenstädten oder Plakaten an vielbefahrenen Verkehrswegen als „Dieselpartei“ zu etablieren. Vor allem im Großraum Stuttgart, zu dem auch der Rems-Murr-Kreis gehört, wird fast nur noch das Thema Diesel bedient, da die Region sowohl von Fahrverboten als auch von möglichem Stellenabbau in der Automobilindustrie betroffen ist. Dem müssen wir als AntifaschistInnen etwas entgegensetzen, praktisch wie theoretisch.

Wir haben deswegen eine ausführliche Broschüre veröffentlicht, die ihr hier herunterladen und lesen könnt.

Wir hoffen damit, einen Beitrag zur Dieseldebatte aus antifaschistischer Sicht zu leisten und freuen uns über solidarische Kritik!

Eine druckfreundliche Version findet ihr hier!

AfDler treiben Versteckspiel – AntifaschistInnen spüren sie auf!

Hier findet ihr einen lesenswerten Bericht von den Bietigheimer Protesten gegen den Neujahrsempfang der AfD, die auch unser OAT aktiv mitgestaltete. Wir schließen uns unseren GenossInnen aus Ludwigsburg an und blicken entschlossen voraus auf ein kämpferisches 2019!

https://de.indymedia.org/node/28465

Solidarität mit dem Betroffenen des rassistischen Übergriffes in Backnang!

Anfang Januar kam es in einem Bus einem Bus der Linie 455 in Erbstetten bei Backnang zu einem rassistischen Übergriff. Einem Geflüchteten aus Nigeria wurde nicht nur die Mitfahrt im Fahrzeug verweigert, er wurde vom Busfahrer außerdem getreten und geschlagen, sodass er schwerste Verletzungen erlitt. Der verantwortliche Busfahrer versuchte nun seine rassistische Tat mit der Begründung zu rechtfertigen, dass der Fahrgast eine Pizza mit in den Bus nehmen wollte. Der betroffene Geflüchtete hat seit diesem Vorfall berechtigte Angst, den Linienbus auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle zu benutzen und wieder von dem rassistischen Fahrer attackiert zu werden. Denn dieser wurde für seinen Übergriff immer noch nicht aus dem Verkehr gezogen.

 
Spontan führten am 17. Januar 2019 gegen 20 Uhr AntifaschistInnen und AktivistInnen aus geflüchtetensolidarischen Zusammenhängen, welche Pizzas mitbrachten, eine kleine Protestaktion in der betreffenden Buslinie durch. Der verantwortliche Täter war leider nicht anwesend und entging damit einer antifaschistischen Ansage. An der Haltestelle Erbstetten Mitte, an der sich der rassistische Übergriff ereignete, wurde der Bus von AntifaschistInnen unter Zuhilfenahme eines Transparentes an der Weiterfahrt gehindert. Auch wenn diese Protestaktion eher symbolischen Charakter aufwies, ist sie doch notwendig. Es ist die Pflicht von Antifaschistinnen und Antifaschisten, sich mit den Betroffenen rassistischer Gewalt zu solidarisieren und den Tätern die Konsequenzen ihrer Angriffe aufzuzeigen. Die Aktion kann nur als Anfang einer weiteren Arbeit gegen den rassistischen Busfahrer verstanden werden. Dieser Mann ist eine ernsthafte Gefahr für alle, die nicht in sein völkisch-rassistisches Bild passen.

 
Rassistische Übergriffe in der Öffentlichkeit werden wir nicht kommentarlos hinnehmen. Wir rufen alle EinwohnerInnen des Rems-Murr-Kreises dazu auf, ebenfalls Zivilcourage zu zeigen, wenn Menschen rassistisch beleidigt, diskriminiert oder attackiert werden. Doch Zivilcourage alleine wird jedoch nicht ausreichen, rassistisch motivierte Übergriffe zu verhindern. Solange die völkische und sozialchauvinistische AfD in den Parlamenten sitzt, mit ihren Hetzveranstaltungen die Bevölkerung spaltet und Union, FDP, SPD und Grüne deren freiheitsfeindliche Asyl- und Innenpolitik Stück für Stück umsetzen, solange kann es auch zu weiteren rassistischen Attacken kommen. Wir müssen selbst aktiv werden und uns gegen rassistische Scharfmacher und rechte Hetzer organisieren.

 
Wenn auch du kein Bock auf rechte Hetze, rassistische Attacken oder die AfD hast, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr! Wir treffen uns am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr in Fronackerstraße 60 in Waiblingen.

 
Rassisten vertreiben – Flüchtlinge bleiben!

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