OATRM

Offenes antifaschistisches Treffen Rems-Murr

Kundgebung in Backnang nach Razzia bei faschistischen Terroristen

Gestern folgten etwa 70 Leute dem Aufruf des Bündnis Zusammen gegen Rechts Rems Murr. Anlass waren die Süddeutschlandweiten Razzien gegen Nazis, die Waffen und Nazi-Devotionalen sammelten und gemeinsam Kriegssituationen trainierten. Eine der Razzien fand im Backnanger Teilort Sachsenweiler. Dort wurden so viele Waffen und Nazi-Materialien beschlagnahmt, dass ein LKW von Nöten war, um alles abzutransportieren.

Auch wir als Offenes Antifaschistisches Treffen Rems-Murr beteiligt uns ander Kundgebung. Dort waren wir mit Fahnen, Transparenten und einem Redebeitrag präsent. Uns war vor allem wichtig, die gesellschaftliche Grundlage des Faschismus zu bennen: die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, die krisenhaftigkeit des Kapitalismus, mit seinen immer neuen Zumutungen. Auf dieser Grundlage machen die Faschisten Politik, leiten die berechtigte Wut der Menschen auf Südenböcke um und schützen damit das herrschende System. In Zeiten der Krise verbeiten die Faschisten nicht nur verlogene Propaganda, sie sind es auch, die die ArbeiterInnenbewegung angreifen und einschüchtern sollen. Das Rechtsterroristen nivht davor zurückschrecken, Morde zu begehen und sich offensichtlich auf eine Art Bürgerkrieg vorbereiten, stellt uns als antifaschistische Bewegung vor neue Herausforderungen. Dazu hat die Antifaschistische Perspektive ein Flugblatt veröffentlicht, dass auf der Kundgebung verteilt wurde.

Im Anschluss an die Redebeiträge zogen die meisten KundgebungsteilnehmerInnen noch als Spontandemonstration zum Backnanger Bahnhof. Auf dem Weg wurden mit Durchsagen und Parolen nochmal einige BacknangerInnen auf den Vorfall in Sachsenweiler aufmerksam gemacht und unsere Inhalte selbstbestimmt auf die Straße getragen. Am Rande der Demonstartion entrollten einige AktivistInnen ein Banner mit der Aufschrift “Zurückschlagen – Rechten Terror bekämpfen! – Nazis angreifen!” und zündeten Pyrotechnik.

Im Anschluss ging es nach Sachsenweiler, direkt vor das Haus des Faschisten Joachim Klein, der sich in der Backnanger Kreiszeitung als Opfer falscher Anschuldigungen darstellte. Wir liessen uns davon nicht beirren und hielten eine kleine Kundgebung direkt vor seinem haus ab, bei der wir mit einem Redebeitrag die direkten Anwohner über die Machenschaften ihres Nachbarn informierten. Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Schilderaktion unter dem Motto “Rechter Terror hat System”.

Nach einer Enthüllung dieser Qualität wäre sicherlich eine deutlich größere Kundgebung angemssen gewesen. Trotzdem war es richtig die Aktion durchzuführen, denn es liegt an uns, dass rechte Terrorstrukturen nicht zur Normalität werden. Wir konnten einige BacknangerInnen erreichen und somit dazubeitragen, dass der Vorfall nicht in Vergessenheit gerät. Die Aktion in Sachsenweiler und die Spontandemostration Backnang, unterstrichen unsere Überzeugung, dass es Aktionen auf verschiedenen Ebenen braucht, damit die antifaschistische Bewegung ihre volle Wirkmächtigkeit entfalten kann. Wir werden auch in Zukunft das Thema rechter Terror und seine Verstrickungen im Staatsapparat auf die Agenda setzen – denn es gilt weiterhin:

Kein Verlass auf diesen Staat – Antifaschismus selber machen!

Antifaschistische Kundgebung vor den Remstalstuben

Heute haben wir uns an der Kundgebung des Bündnisses Zusammen gegen Rechts Rems-Murr gegen die „Remstalstuben“ in Schorndorf beteiligt. In den Remstalstuben hält der örtliche AfD-Ortsverband seine sog. „Alternative Runde“ ab, eine Art Stammtisch, bei dem sie neue Mitglieder einbinden und ihre gemeinsamen Untaten planen. Bereits letzten Monat gab es erfolgreiche Proteste dagegen, weshalb diesen Monat die alternative Runde ausfallen musste. Nichtsdestotrotz ließen es sich eine Handvoll Menschen, darunter zwei Stadtbekannte AfD’ler (der Stadtrat Lars Haise und der Marktschreier Dietmar) nicht nehmen, sich am Rande unserer Kundgebung von Bullen umgeben zum Kasper zu machen. Auch Zivilpolizisten waren wie üblich präsent.

In den Reden wurde neben der die allgemeinen Notwendigkeit von Antifaschismus in Zeiten von AfD-Wahlerfolgen und einem rechtsterroristisch unterwanderten Staatsapparat auch auf die heuchlerischen Rolle eingegangen, die Menschen wie der Wirt der Remstalstuben Rüdiger Unverdruss in der derzeitigen Rechtsentwicklung der BRD spielen. Laut ihm hätten alle demokratischen Parteien ein Recht darauf, sich in seinem Lokal zu versammeln. Doch die AfD ist keine demokratische Partei wie jede andere, sondern eine, die die Mittel des Parlamentarismus nutzt, um die bürgerliche Demokratie zu abzuschaffen. Davon zeugen die zahllosen Aussagen, die AfD-Vertreter wie Marcel Grauf („Ich wünsche mir einen Bürgerkrieg mit Millionen Toten (…) Ich will auf Leichen pissen und auf Gräbern tanzen. Sieg Heil“) oder Christian Lüth („Migranten kann man vergasen oder erschießen, mir egal“) tätigen. Außerdem haben in diesem Staat eben nicht alle demokratischen Parteien und Organisationen das Recht sich zu versammeln und ungestört Politik machen zu können. Das Vorgehen der Behörden z.B. bei der Gedenkkundgebung in Hanau.

Unverdruss hatte zuletzt damit gedroht, seine migrantischen ArbeiterInnen und MieterInnen zu kündigen. Doch er hat neben seiner offensichtlich abscheulichen Art natürlich auch ein finanzielles Interesse daran, dass die AfD in seinem Lokal tagt. Es ist uns egal, warum Menschen die AfD unterstützen. Wenn sie es aus Geldgier tun macht es nicht besser, im Gegenteil. Unsere Aufgabe als Antifaschistinnen und Antifaschisten ist es, klar zu machen, dass sich mit Rechten nicht einfach ungestört Geld machen lässt. Wer die AfD beherbergen will, der muss mit unseren Protesten rechnen. Dies stellten wir nach Ende der Kundgebung noch in einer lautstarken Sponti klar.

 

Proteste gegen den AfD-Stammtisch in den Remstalstuben

Heute fand in der Gaststätte „Remstalstuben“ im Schorndorfer Gewerbegebiet ein AfD-Stammtisch mit deren Landtagskandidaten Daniel Lindenschmid statt. Dank der erfolgreichen und kontinuierlichen antifaschistischen Protesten der letzten Jahre, bemüht sich die AfD darum, ihre Veranstaltungsorte geheim zu halten. Wir fanden den Ort des heutigen Treffens abermals heraus und blockierten zusammen mit rund 50 AntifaschistInnen die Eingänge zu den „Remstalstuben“. Die mit unserem entschlossenen Protest konfrontierten AfD‘ler konnten nur unter Aufbietung eines martialischen Polizeiaufgebots zur Veranstaltung gelangen. Dadurch ermutigt, griffen einzelne AfD‘ler die antifaschistischen Blockaden körperlich an und retteten sich anschließend hinter die Polizeikette.

Währenddessen konfrontierten AntifaschistInnen den Wirt der „Remstalstuben“, Rüdiger Unverdruss, ob er der rechten AfD nicht die Räumlichkeiten entziehen wolle. Unsere Erfahrung zeigte uns, dass die meisten Wirte nach einer Diskussion mit uns sich von der rechten Hetze der AfD distanzierten, klare Kante zeigten und die AfD ausluden bzw. deren Buchungen stornierten. Im Gegensatz zu diesen Wirten positionierte sich Unverdruss klar auf Seiten der AfD. Unverdruss gab an, seine Wohnungen an „Asylanten“ zu vermieten und sie aufgrund unseres Protestes morgen fristlos rausschmeißen zu wollen. Weiterhin will er die prekäre Situation seiner Mitarbeiter verschärfen: Morgen wolle er sein gesamtes Team, bestehend aus 13 Nationalitäten ebenfalls fristlos entlassen, da er unsere Proteste nicht ertrage. Es ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten, dass Unverdruss das Einstreichen von Fördergeldern für Geflüchtete und das Zahlen gastronomie-üblicher Hungerlöhne als Heldentat darstellen will.

An dieser Stelle wollen wir in aller Deutlichkeit klar stellen, dass wenn Unverdruss seinen feigen Drohungen nachkommt, wir eine große Öffentlichkeit für die KollegInnen herstellen und lokale Solidaritätsarbeit leisten werden. Gerade in Zeiten der Pandemie und der sich zuspitzenden Wirtschaftskrise mit der Existenz von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Nationalität zu spielen, zeigt eindeutig den Charakter dieses „Gast“wirtes auf. Viele Anwohnerinnen und Anwohner, die sich spontan unseren Protest angeschlossen hatten, waren zurecht entsetzt über diese niveaulosen Aussagen und kündigten bereits einen Boykott der „Remstalstuben“ an: „Jetzt wissen wir, wo wir unser Essen nicht mehr holen!“

Die antifaschistischen Proteste rissen die AfD aus ihrem dunklen Hinterzimmer einer Gaststätte eines Gewerbegebietes in die Öffentlichkeit. Nur wenn wir die Rechten konfrontieren, ihnen die Veranstaltungsräume entziehen und ihre neoliberalen und rassistischen Positionen entlarven, werden sie in Folge ihrer inneren Streitereien zerbrechen. Wegschauen bringt in Zeiten der rechtsterroristischen Netzwerke in Polizei- und Bundeswehrkreisen wenig. Wir müssen antifaschistisch aktiv werden, bevor die Rechten in den Betrieben, auf der Straße und den Parlamenten noch stärker werden.

In Schorndorf gibt es die Notwendigkeit und Möglichkeit für eine starke antifaschistische Bewegung – organisieren wir sie!

Wenn du Lust oder auch Ideen für die Arbeit gegen Rechts hast, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr! Wir treffen uns das nächste Mal am Dienstag, den 13. Oktober um 19 Uhr in der Fronackerstraße 60/Waiblingen.

Alle zusammen gegen den Faschismus!


Am Montag gegen den AfD-Stammtisch in Schorndorf protestieren!

Für den kommenden Montag, 21. September, plant die AfD ihren Stammtisch in Schorndorf abzuhalten – nicht ohne unseren Protest! Kommt um 18 Uhr an den Schorndorfer Bahnhof und zeigen wir den blauen Rassisten, dass es für ihre Sozialdemagogie und rechte Hetze keinen Platz bei uns gibt!

Erfolgreiche Gegenproteste und eine schlecht besuchte AfD Veranstaltung in Urbach

Gestern hat die AfD unter dem Motto „Perspektiven für unser Land“ zu einem Bürgerdialog in der Auerbachhalle Urbach eingeladen. Um dieser Veranstaltung unseren Protest entgegenzusetzen, hat das Bündnis „Zusammen gegen Rechts“ eine Kundgebung veranstaltet. Zu Beginn der Veranstaltung zogen wir mit etwa 30 AntifaschistInnen vom Bahnhof zum Veranstaltungsort der AfD. Dort erwartete uns ein massives Bullenaufgebot inklusive Pferden, Zivis und Staatsschutz. Doch auch die Gemeindeverwaltung setzte alles daran, der AfD einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Ihr wurde nicht nur die Halle zur Verfügung gestellt, sondern sie hatte de facto auch das Hausrecht. Denn die Aussage, dass die Auerbachhalle nur für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden könne, wenn jeder Zutritt hat, hat sich in der Realität als leere Phrase herausgestellt. Denn die AfD bestimmt dies mit eigener Security selbst. Die eingesetzten Securities stammten alle erkennbar aus der rechten Szene. Unsere Moblisierung schien Früchte getragen zu haben, im laufe der Proteste wuchs der Gegenprotest durch breite Beteiligung der Urbacher Zivilbevölkerung auf ca. 100 Menschen an. Somit gelang es der AfD nicht sich ins Hinterland zurückzuziehen und ungestört ihre Hetze zu verbreiten. . Außerdem hatte auch die groß angekündigte neoliberale Spalterin Alice Weidel abgesagt. Trotz des massiven Bullenaufgebots war es uns möglich die AfD mit direktem Protest zu konfrontieren.

Aufgrund dessen, dass die AfD kaum eine Öffentlichkeit erreicht hat, werten wir den heutigen Tag als Erfolg. Es wurde deutlich gemacht, dass die AfD keine Lösungen zu bieten hat, stattdessen ist sie mit ihrer sozialdemagogischen Spaltung ein Teil des Problems. In Zeiten der Krise versucht die selbsternannte Alternative für Deutschland auf Stimmenfang zu gehen, dazu macht sie für die Probleme einer Wirtschaftsordnung, welche die Krise in sich selbst trägt, Sündenböcke verantwortlich und versucht die Krise auf den Rücken der sozial Schwachen abzuwälzen.

Heute wurde wieder einmal klar, dass wir uns im Kampf gegen Rechts weder auf den Staat noch auf die Polizei verlassen können. Und wieder mal hat sich gezeigt: Auch abseits der Großstädte kann die antifaschistische Bewegung Erfolge erringen!

Werdet aktiv gegen Rechts!
Kommt zum OAT Rems-Murr!

Am 2. Dienstag im Monat
Fronackerstraße 60 Waiblingen

AfD-Sommertour floppt auch in Bietigheim!

Gestern wollte die AfD im Rahmen ihrer Sommerkampagne “Aufschwung Baden Württemberg” ihre “neuen Perspektiven für unser Land” mit der Bevölkerung Bietigheim-Bissingens diskutieren, allerdings hatten sie sich den Tag vermutlich anders ausgemalt.

Um 14:00 sammelten sich am Bahnhof ca. 40 AntifaschistInnen und zogen gemeinsam in die Innenstadt, dort, versteckt hinter einem Parkhaus, wurde der Kampagnenbus der AfD von Hamburger Gittern umzäunt aufgestellt.

Dementpsrechend war die AfD, sobald wir uns auf beiden Seiten des Busses an den Gittern aufgestellt hatten, praktisch gesehen von jeglichem Laufpublikum abgeschnitten.

Einmal mehr zeigten sich die sozialdemagogischen Hetzer sichtlich überfordert mit den Gegenprotesten. Vezweifelt versuchten sie immer wieder ihre Lautsprecher umzupositionieren, um die BietigheimerInnen zu erreichen. Das gelang ihnen aufgrund des lautstarken Gegenprotests kaum.

Im Anschluss an diverse Wendemanöver der Veranstaltungstechnik lauschten die 12 Anwesenden den Reden von Martin Hess, Marc Bernhard und dem “Parteiphilosophen” Marc Jongen. Wobei sich scheinbar nicht einmal die anwesenden AfDler dafür zu interessieren schienen.

Während die AfD sich mit sich selbst unterhielt und auch keine Flyer verteilen konnte erfuhren wir viel Zuspruch und einige PassantInnen gesellten sich zu uns, so wuchsen die Gegenproteste auf zeitweise sogar ca 100 TeilnehmerInnnen an.

Trotz der klaren Gewichtung von Interessensverhältnissen setzten die Bullen alles daran der AfD ihren peinlichen Auftritt zu ermöglichen und helfen den AfDlern obendrein noch beim Abbau.

Im Gegensatz dazu: ein von den Bullen losgetretenes Handgemenge endet mit einem in Handschellen abgeführten Antifaschisten, außerdem wurden aus einem Mundschutz bei zwei Personen plötzlich eine Vermummung und die damit verbundene Anzeige.

Ansonsten wurde eine Anzeige wegen Diebstahl ausgestellt und ein Platzverweis ausgesprochen.

Trotzdem reit sich der gestrige Tag in eine Reihe von antifaschistischen Erfolgen im Zuge der Sommerkampagne der AfD ein und auch in Bietigheim wurde heute deutlich gemacht, dass sozialdemagogische, rassistische Hetze nicht ohne Widerspruch bleiben wird.

Die Missstände in der Gesellschaft wird die AfD weder lösen können noch wollen sie es tatsächlich.

Sie sind vielmehr mitverantwortlich indem sie die Gesellschaft spalten, Teile zu Sündenböcken herabwürdigen und letzten Endes lediglich ihre neoliberale, chauvinistische und sobald man in Richtung Höcke und Konsorten schaut offen faschistische Politik auf dem Rücken aller Lohnabhängigen durchsetzen wollen.

Organisieren wir uns!

Ob auf der Straße, oder im Betrieb-Nazis bekämpfen jetzt oder nie!

Die antifaschistische Aktion aufbauen!

Bericht von AntifaschistInnen aus Ludwigsburg

In Lorch steht die AfD allein im Regen!

Heute waren wir in Lorch Landkreis Schwäbisch Gmünd, um die AfD in ihrem Wahlkampf zu behindern. Deren vierköpfiger Infostand kämpfte bereits mit dem Regen und dem geringen Publikumsverkehr, sodass der Stand mit einem Transparent bereits gut abgeschirmt war. Die AfD war von unserem Protest offensichtlich überrascht und überfordert.

Während die AfD’ler, darunter der Landtagskandidat Ruben Rupp, sich vor allem argumentatorisch an einzelnen AntifaschistInnen abmühten, erfuhren wir sehr viel Zuspruch von den AnwohnerInnen und PassantInnen. Diese gaben uns mehrmals Getränke aus und suchten das Gespräch, um mehr über uns und Beteiligungsmöglichkeiten zu erfahren. Während den beinahe vier Stunden unseres Protestes gelang es den AfD’lern nicht mehr, PassantInnen anzusprechen, da sie zu sehr in ihre eigenen argumentatorischen Widersprüche verstrickt waren. Nachdem wir den Heimweg antraten, nutzten Lorcher Jugendliche die Gelegenheit, um die AfD für den Rest des Tages mit lauter Musik zu beschallen.

Für uns stellte der heutige Tag einen kleinen Auftakt auf den zukünftigen Wahlkampf dar. Es hat sich gezeigt dass es sich auch lohnt in kleinen Gemeinden gegen die AfD aktiv zu werden und das wir auch Menschen für den antifaschistischen Kampf gewinnen können.

Den rechten Wahlkampf sabotieren, die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Erneute Blamage für die Backnanger AfD

Die AfD hat für den gestrigen Abend in lokalen Facebookgruppen auf eine Veranstaltung unter dem Motto “Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung” mobilisiert, mit Markus Frohnmaier hatten sie gehofft, durch einen prominenten Namen mehr Publikum für ihre sozialdemagogische Hetzveranstaltung zu gewinnen. Der Ort wurde nicht öffentlich bekannt gegeben, was für uns allerdings kein allzu großes Hindernis darstellte.

Es gilt den Rechten keinerlei Rückzugsort zu lassen und diese Lösung scheint langsam Früchte zu tragen. So versuchte die AfD vor einigen Monate bereits mit der gleichen Herangehensweise in Backnang eine Veranstaltung mit Stefan Räpple als prominenten Gast abzuhalten. Diese wurde allerdings von Seiten der AfD abgesagt, da die Bullen sie scheinbar gewarnt hatten, es sei mit Antifas aus ganz Baden-Württemberg zu rechnen. Ein ähnliches Bild bot sich uns auch heute: Nachdem wir das Publikum der Kundgebung des Bündnisses “Zusammen gegen Rechts Rems-Murr” darauf hingewiesen haben, dass wir den Treffpunkt der AfD herausgefunden haben, machten wir uns zügig auf den Weg nach Althütte.

Die rechte Hetzveranstaltung sollte in “Eddie’s Bikerresidenz” stattfinden, ein paar versprengte AfDler standen dort vor der Örtlichkeit und fotografierten unsere Proteste ab. Steffen Degler, der Organisator der Veranstaltung, kam in Jogginghose und mit Augenringen tiefer als die Verstrickungen der AfD in die militante rechte Szene, um einen Bundestagsabgeordneten in “seinem” Landkreis zu empfangen. Von Markus Frohnmaier war jedoch weit und breit keine Spur. Der Wirt teilte uns mit, er wusste nicht, dass die AfD in seinem Lokal ein Treffen abhalten möchte. Die Anmelder hätten sich bei der Reservierung nicht als solche zu erkennen gegeben. Als die Bullen ihn über unser Kommen informierten, wurde die Veranstaltung abgesagt. Dementsprechend blieb der AfD nicht viel mehr als unserer Präsenz zu weichen.

Schließlich machten wir uns mit einer Spontandemonstration wieder auf den Heimweg. Dabei entdeckten mehrere TeilnehmerInnen diverse Sticker vom “III. Weg”an Laternen und versuchten diese direkt zu entfernen. Daraufhin griff die Polizei stark ein, konnte jedoch nicht verhindern, dass die Sticker zum größten Teil entfernt wurden. Nach ihrem völlig übertriebenen Eingriff musste die Polizei auf eine hoffnungslose Personenkontrolle ohne weiteren Hintergrund zurückgreifen.

Im Anbetracht dessen, dass die AfD zurück gedrängt und durch die starke antifaschistische Präsenz erneut ihre Veranstaltung verhindert werden konnte, war der heutige Tag ein voller Erfolg. Wir konnten unsere Botschaft auf die Straßen von Althütte tragen und dort klar machen, dass es kein ruhiges Hinterland gibt!

Ob PEGIDA oder AfD – Stoppt den Rechtsruck in der BRD!
Freiheit für Jo!

#freejo Solidbild und Wandbild für Genossen in U-Haft

Am Donnerstag Morgen fanden in Baden-Württemberg 9 Hausdurchsuchungen statt und der Antifaschist Jo wurde von den Cops aufgrund seines antifaschistischen Engagements entführt.  Dieser Repressionsschlag hat sich schon länger angedeutet, nicht nur weil dieser Staat schon immer AntifaschistInnen verfolgt und kriminalisiert hat: vom Innenminister Strobel medial befeuert, sprach die Polizei in den letzten Wochen bei jeder sich bietenden Gelegenheit von einer „Grenzüberschreitung der linke Szene“ und fuhren bei jeder Protestaktion ein übertriebenes Aufgebot auf. Diese Entwicklung nahm ihren bisherigen Höhepunkt in den Hausdurchsuchungen, Zwangsweise DNA-Entnahmen und der Entführung von Jo.

Im Angesicht dessen stehen wir nun vor zwei zentralen Aufgaben. Die erste: Weitermachen! Der Repressionsapparat will uns einschüchtern, verängstigen und von der politischen Arbeit abhalten. Das wird ihm nicht gelingen! Wir werden auch weiterhin entschlossen gegen Nazi-Umtriebe, AfD und sonstige rechte Gestalten vorgehen. Wir dürfen in keine Schockstarre verfallen, sondern müssen genau so weiter machen wie bisher. Unsere zweite Aufgabe: Solidarität für Jo organsieren! Es gab bereits vielfältige Soliaktionen, auch direkt am Knast am Stammheim. Durch Berichte von Genossinnen und Genossen die schon im Knast sitzen mussten, wissen wir, dass solche Aktionen unglaublich viel Kraft geben! Deshalb: mehr davon! Zur Solidaritätsarbeit gehört aber auch das Schreiben von Briefen an den betroffenen Genossen, um ihm zu zeigen, dass wir ihn nicht vergessen und ihn ein wenig vom Knast-Alltag abzulenken. Außerdem gilt es Jos Situation so lange zum Thema zu machen bis er wieder in Freiheit ist. Solidaritätsarbeit ist ein Marathon, kein Sprint! Es gilt die eigenen Strukturen so anzupassen, dass ein kontinuierliche Solidaritätsarbeit gewährleistet bleibt!

Als Auftakt dieser Arbeit haben wir ein Bild für Jo gemalt und ein Foto geschossen. Wir stehen weiter hinter dir und werden es auch in Zukunft tun. Unsere Solidarität endet nicht an Knastmauern!

Freiheit für alle politischen Gefangenen – Free Jo!

Kampf ihrer Klassenjustiz!

Zwischenupdate zu den “Coronarebellen” in Schorndorf

Am gestrigen Donnerstag fand in Schorndorf unter dem Motto “Versammlung für das Grundgesetz” wieder einmal eine rechtsoffene Kundgebung statt. Nach der peinlichen Kooperation mit dem Reichsbürger Thomas Hornauer, war die Kundgebung heute inhaltlich sehr “Widerstand2020” nah und optisch an dem Stuttgarter “Querdenken711”-Label orientiert.

Neben der schon bekannten AfD-Beteiligung in Form von Andreas Nemeth, Monika Fant (heute als Ordnerin) und dem AfD-Stadtrat Frank Laslo, schlichen auch mehrere Faschisten um die Kundgebung herum und stellten sich nach einiger Zeit auch auf die Kundgebungsfläche.

Es handelte sich hierbei um mindestens 7 offen erkennbare Faschisten:

  • Einer im schwarzen Hemd, lange Haare, mit Hitler- und Kinnbärtchen, trug einen Hakenkreuzring, ca. 1,60m groß

  • Einer mit einem blauen Fahrrad, dunkelolivem Oberteil, kurzer Hose mit Tarnfarben und Portemoneekette, hat sich auf den linken Oberarm ein Keltenkreuz tattowiert, ca. 1,70m, Adidas Turnhallenschuhe

  • Zwei mit weißen Shirts und sich ähnelnden, grauen Schiebermützen, kurze Hose, einer mit Adidas-Turnhallenschuhe, Sonnenbrille + weibliche Begleitung

  • Einer komplett in Schwarz mit Wotanknoten/Valknut-Tattoo auf dem linken Unterarm, mit Begleitung mit schwarzen Tanktop und Nike-Rucksack

Ähnlich wie Querdenken711 zieht auch die Veranstaltung in Schorndorf bekennende Faschisten an. Es gilt, aus den Erfahrungen der Wasenkundgebungen zu lernen: Die verbalen Distanzierungen der Veranstalter nach rechts sind völlig sinnlos und bloße rechte Augenwischerei, wenn man sich im gleichen Atemzug von antifaschistischen Kräften lossagt und diese diskreditiert. Die Faschisten werden nicht aufgrund von netten Worten einer Kundgebung fernbleiben, sondern nur wenn sie mit antifaschistischen Protest konfrontiert werden und erfahren, dass Nazi sein ernsthafte Folgen mit sich bringt.

Achtet auf Ankündigungen!

 

 

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