OATRM

Offenes antifaschistisches Treffen Rems-Murr

Proteste gegen den AfD-Stammtisch in den Remstalstuben

Heute fand in der Gaststätte „Remstalstuben“ im Schorndorfer Gewerbegebiet ein AfD-Stammtisch mit deren Landtagskandidaten Daniel Lindenschmid statt. Dank der erfolgreichen und kontinuierlichen antifaschistischen Protesten der letzten Jahre, bemüht sich die AfD darum, ihre Veranstaltungsorte geheim zu halten. Wir fanden den Ort des heutigen Treffens abermals heraus und blockierten zusammen mit rund 50 AntifaschistInnen die Eingänge zu den „Remstalstuben“. Die mit unserem entschlossenen Protest konfrontierten AfD‘ler konnten nur unter Aufbietung eines martialischen Polizeiaufgebots zur Veranstaltung gelangen. Dadurch ermutigt, griffen einzelne AfD‘ler die antifaschistischen Blockaden körperlich an und retteten sich anschließend hinter die Polizeikette.

Währenddessen konfrontierten AntifaschistInnen den Wirt der „Remstalstuben“, Rüdiger Unverdruss, ob er der rechten AfD nicht die Räumlichkeiten entziehen wolle. Unsere Erfahrung zeigte uns, dass die meisten Wirte nach einer Diskussion mit uns sich von der rechten Hetze der AfD distanzierten, klare Kante zeigten und die AfD ausluden bzw. deren Buchungen stornierten. Im Gegensatz zu diesen Wirten positionierte sich Unverdruss klar auf Seiten der AfD. Unverdruss gab an, seine Wohnungen an „Asylanten“ zu vermieten und sie aufgrund unseres Protestes morgen fristlos rausschmeißen zu wollen. Weiterhin will er die prekäre Situation seiner Mitarbeiter verschärfen: Morgen wolle er sein gesamtes Team, bestehend aus 13 Nationalitäten ebenfalls fristlos entlassen, da er unsere Proteste nicht ertrage. Es ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten, dass Unverdruss das Einstreichen von Fördergeldern für Geflüchtete und das Zahlen gastronomie-üblicher Hungerlöhne als Heldentat darstellen will.

An dieser Stelle wollen wir in aller Deutlichkeit klar stellen, dass wenn Unverdruss seinen feigen Drohungen nachkommt, wir eine große Öffentlichkeit für die KollegInnen herstellen und lokale Solidaritätsarbeit leisten werden. Gerade in Zeiten der Pandemie und der sich zuspitzenden Wirtschaftskrise mit der Existenz von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Nationalität zu spielen, zeigt eindeutig den Charakter dieses „Gast“wirtes auf. Viele Anwohnerinnen und Anwohner, die sich spontan unseren Protest angeschlossen hatten, waren zurecht entsetzt über diese niveaulosen Aussagen und kündigten bereits einen Boykott der „Remstalstuben“ an: „Jetzt wissen wir, wo wir unser Essen nicht mehr holen!“

Die antifaschistischen Proteste rissen die AfD aus ihrem dunklen Hinterzimmer einer Gaststätte eines Gewerbegebietes in die Öffentlichkeit. Nur wenn wir die Rechten konfrontieren, ihnen die Veranstaltungsräume entziehen und ihre neoliberalen und rassistischen Positionen entlarven, werden sie in Folge ihrer inneren Streitereien zerbrechen. Wegschauen bringt in Zeiten der rechtsterroristischen Netzwerke in Polizei- und Bundeswehrkreisen wenig. Wir müssen antifaschistisch aktiv werden, bevor die Rechten in den Betrieben, auf der Straße und den Parlamenten noch stärker werden.

In Schorndorf gibt es die Notwendigkeit und Möglichkeit für eine starke antifaschistische Bewegung – organisieren wir sie!

Wenn du Lust oder auch Ideen für die Arbeit gegen Rechts hast, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr! Wir treffen uns das nächste Mal am Dienstag, den 13. Oktober um 19 Uhr in der Fronackerstraße 60/Waiblingen.

Alle zusammen gegen den Faschismus!


Am Montag gegen den AfD-Stammtisch in Schorndorf protestieren!

Für den kommenden Montag, 21. September, plant die AfD ihren Stammtisch in Schorndorf abzuhalten – nicht ohne unseren Protest! Kommt um 18 Uhr an den Schorndorfer Bahnhof und zeigen wir den blauen Rassisten, dass es für ihre Sozialdemagogie und rechte Hetze keinen Platz bei uns gibt!

Erfolgreiche Gegenproteste und eine schlecht besuchte AfD Veranstaltung in Urbach

Gestern hat die AfD unter dem Motto „Perspektiven für unser Land“ zu einem Bürgerdialog in der Auerbachhalle Urbach eingeladen. Um dieser Veranstaltung unseren Protest entgegenzusetzen, hat das Bündnis „Zusammen gegen Rechts“ eine Kundgebung veranstaltet. Zu Beginn der Veranstaltung zogen wir mit etwa 30 AntifaschistInnen vom Bahnhof zum Veranstaltungsort der AfD. Dort erwartete uns ein massives Bullenaufgebot inklusive Pferden, Zivis und Staatsschutz. Doch auch die Gemeindeverwaltung setzte alles daran, der AfD einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Ihr wurde nicht nur die Halle zur Verfügung gestellt, sondern sie hatte de facto auch das Hausrecht. Denn die Aussage, dass die Auerbachhalle nur für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden könne, wenn jeder Zutritt hat, hat sich in der Realität als leere Phrase herausgestellt. Denn die AfD bestimmt dies mit eigener Security selbst. Die eingesetzten Securities stammten alle erkennbar aus der rechten Szene. Unsere Moblisierung schien Früchte getragen zu haben, im laufe der Proteste wuchs der Gegenprotest durch breite Beteiligung der Urbacher Zivilbevölkerung auf ca. 100 Menschen an. Somit gelang es der AfD nicht sich ins Hinterland zurückzuziehen und ungestört ihre Hetze zu verbreiten. . Außerdem hatte auch die groß angekündigte neoliberale Spalterin Alice Weidel abgesagt. Trotz des massiven Bullenaufgebots war es uns möglich die AfD mit direktem Protest zu konfrontieren.

Aufgrund dessen, dass die AfD kaum eine Öffentlichkeit erreicht hat, werten wir den heutigen Tag als Erfolg. Es wurde deutlich gemacht, dass die AfD keine Lösungen zu bieten hat, stattdessen ist sie mit ihrer sozialdemagogischen Spaltung ein Teil des Problems. In Zeiten der Krise versucht die selbsternannte Alternative für Deutschland auf Stimmenfang zu gehen, dazu macht sie für die Probleme einer Wirtschaftsordnung, welche die Krise in sich selbst trägt, Sündenböcke verantwortlich und versucht die Krise auf den Rücken der sozial Schwachen abzuwälzen.

Heute wurde wieder einmal klar, dass wir uns im Kampf gegen Rechts weder auf den Staat noch auf die Polizei verlassen können. Und wieder mal hat sich gezeigt: Auch abseits der Großstädte kann die antifaschistische Bewegung Erfolge erringen!

Werdet aktiv gegen Rechts!
Kommt zum OAT Rems-Murr!

Am 2. Dienstag im Monat
Fronackerstraße 60 Waiblingen

AfD-Sommertour floppt auch in Bietigheim!

Gestern wollte die AfD im Rahmen ihrer Sommerkampagne “Aufschwung Baden Württemberg” ihre “neuen Perspektiven für unser Land” mit der Bevölkerung Bietigheim-Bissingens diskutieren, allerdings hatten sie sich den Tag vermutlich anders ausgemalt.

Um 14:00 sammelten sich am Bahnhof ca. 40 AntifaschistInnen und zogen gemeinsam in die Innenstadt, dort, versteckt hinter einem Parkhaus, wurde der Kampagnenbus der AfD von Hamburger Gittern umzäunt aufgestellt.

Dementpsrechend war die AfD, sobald wir uns auf beiden Seiten des Busses an den Gittern aufgestellt hatten, praktisch gesehen von jeglichem Laufpublikum abgeschnitten.

Einmal mehr zeigten sich die sozialdemagogischen Hetzer sichtlich überfordert mit den Gegenprotesten. Vezweifelt versuchten sie immer wieder ihre Lautsprecher umzupositionieren, um die BietigheimerInnen zu erreichen. Das gelang ihnen aufgrund des lautstarken Gegenprotests kaum.

Im Anschluss an diverse Wendemanöver der Veranstaltungstechnik lauschten die 12 Anwesenden den Reden von Martin Hess, Marc Bernhard und dem “Parteiphilosophen” Marc Jongen. Wobei sich scheinbar nicht einmal die anwesenden AfDler dafür zu interessieren schienen.

Während die AfD sich mit sich selbst unterhielt und auch keine Flyer verteilen konnte erfuhren wir viel Zuspruch und einige PassantInnen gesellten sich zu uns, so wuchsen die Gegenproteste auf zeitweise sogar ca 100 TeilnehmerInnnen an.

Trotz der klaren Gewichtung von Interessensverhältnissen setzten die Bullen alles daran der AfD ihren peinlichen Auftritt zu ermöglichen und helfen den AfDlern obendrein noch beim Abbau.

Im Gegensatz dazu: ein von den Bullen losgetretenes Handgemenge endet mit einem in Handschellen abgeführten Antifaschisten, außerdem wurden aus einem Mundschutz bei zwei Personen plötzlich eine Vermummung und die damit verbundene Anzeige.

Ansonsten wurde eine Anzeige wegen Diebstahl ausgestellt und ein Platzverweis ausgesprochen.

Trotzdem reit sich der gestrige Tag in eine Reihe von antifaschistischen Erfolgen im Zuge der Sommerkampagne der AfD ein und auch in Bietigheim wurde heute deutlich gemacht, dass sozialdemagogische, rassistische Hetze nicht ohne Widerspruch bleiben wird.

Die Missstände in der Gesellschaft wird die AfD weder lösen können noch wollen sie es tatsächlich.

Sie sind vielmehr mitverantwortlich indem sie die Gesellschaft spalten, Teile zu Sündenböcken herabwürdigen und letzten Endes lediglich ihre neoliberale, chauvinistische und sobald man in Richtung Höcke und Konsorten schaut offen faschistische Politik auf dem Rücken aller Lohnabhängigen durchsetzen wollen.

Organisieren wir uns!

Ob auf der Straße, oder im Betrieb-Nazis bekämpfen jetzt oder nie!

Die antifaschistische Aktion aufbauen!

Bericht von AntifaschistInnen aus Ludwigsburg

In Lorch steht die AfD allein im Regen!

Heute waren wir in Lorch Landkreis Schwäbisch Gmünd, um die AfD in ihrem Wahlkampf zu behindern. Deren vierköpfiger Infostand kämpfte bereits mit dem Regen und dem geringen Publikumsverkehr, sodass der Stand mit einem Transparent bereits gut abgeschirmt war. Die AfD war von unserem Protest offensichtlich überrascht und überfordert.

Während die AfD’ler, darunter der Landtagskandidat Ruben Rupp, sich vor allem argumentatorisch an einzelnen AntifaschistInnen abmühten, erfuhren wir sehr viel Zuspruch von den AnwohnerInnen und PassantInnen. Diese gaben uns mehrmals Getränke aus und suchten das Gespräch, um mehr über uns und Beteiligungsmöglichkeiten zu erfahren. Während den beinahe vier Stunden unseres Protestes gelang es den AfD’lern nicht mehr, PassantInnen anzusprechen, da sie zu sehr in ihre eigenen argumentatorischen Widersprüche verstrickt waren. Nachdem wir den Heimweg antraten, nutzten Lorcher Jugendliche die Gelegenheit, um die AfD für den Rest des Tages mit lauter Musik zu beschallen.

Für uns stellte der heutige Tag einen kleinen Auftakt auf den zukünftigen Wahlkampf dar. Es hat sich gezeigt dass es sich auch lohnt in kleinen Gemeinden gegen die AfD aktiv zu werden und das wir auch Menschen für den antifaschistischen Kampf gewinnen können.

Den rechten Wahlkampf sabotieren, die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Erneute Blamage für die Backnanger AfD

Die AfD hat für den gestrigen Abend in lokalen Facebookgruppen auf eine Veranstaltung unter dem Motto “Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung” mobilisiert, mit Markus Frohnmaier hatten sie gehofft, durch einen prominenten Namen mehr Publikum für ihre sozialdemagogische Hetzveranstaltung zu gewinnen. Der Ort wurde nicht öffentlich bekannt gegeben, was für uns allerdings kein allzu großes Hindernis darstellte.

Es gilt den Rechten keinerlei Rückzugsort zu lassen und diese Lösung scheint langsam Früchte zu tragen. So versuchte die AfD vor einigen Monate bereits mit der gleichen Herangehensweise in Backnang eine Veranstaltung mit Stefan Räpple als prominenten Gast abzuhalten. Diese wurde allerdings von Seiten der AfD abgesagt, da die Bullen sie scheinbar gewarnt hatten, es sei mit Antifas aus ganz Baden-Württemberg zu rechnen. Ein ähnliches Bild bot sich uns auch heute: Nachdem wir das Publikum der Kundgebung des Bündnisses “Zusammen gegen Rechts Rems-Murr” darauf hingewiesen haben, dass wir den Treffpunkt der AfD herausgefunden haben, machten wir uns zügig auf den Weg nach Althütte.

Die rechte Hetzveranstaltung sollte in “Eddie’s Bikerresidenz” stattfinden, ein paar versprengte AfDler standen dort vor der Örtlichkeit und fotografierten unsere Proteste ab. Steffen Degler, der Organisator der Veranstaltung, kam in Jogginghose und mit Augenringen tiefer als die Verstrickungen der AfD in die militante rechte Szene, um einen Bundestagsabgeordneten in “seinem” Landkreis zu empfangen. Von Markus Frohnmaier war jedoch weit und breit keine Spur. Der Wirt teilte uns mit, er wusste nicht, dass die AfD in seinem Lokal ein Treffen abhalten möchte. Die Anmelder hätten sich bei der Reservierung nicht als solche zu erkennen gegeben. Als die Bullen ihn über unser Kommen informierten, wurde die Veranstaltung abgesagt. Dementsprechend blieb der AfD nicht viel mehr als unserer Präsenz zu weichen.

Schließlich machten wir uns mit einer Spontandemonstration wieder auf den Heimweg. Dabei entdeckten mehrere TeilnehmerInnen diverse Sticker vom “III. Weg”an Laternen und versuchten diese direkt zu entfernen. Daraufhin griff die Polizei stark ein, konnte jedoch nicht verhindern, dass die Sticker zum größten Teil entfernt wurden. Nach ihrem völlig übertriebenen Eingriff musste die Polizei auf eine hoffnungslose Personenkontrolle ohne weiteren Hintergrund zurückgreifen.

Im Anbetracht dessen, dass die AfD zurück gedrängt und durch die starke antifaschistische Präsenz erneut ihre Veranstaltung verhindert werden konnte, war der heutige Tag ein voller Erfolg. Wir konnten unsere Botschaft auf die Straßen von Althütte tragen und dort klar machen, dass es kein ruhiges Hinterland gibt!

Ob PEGIDA oder AfD – Stoppt den Rechtsruck in der BRD!
Freiheit für Jo!

#freejo Solidbild und Wandbild für Genossen in U-Haft

Am Donnerstag Morgen fanden in Baden-Württemberg 9 Hausdurchsuchungen statt und der Antifaschist Jo wurde von den Cops aufgrund seines antifaschistischen Engagements entführt.  Dieser Repressionsschlag hat sich schon länger angedeutet, nicht nur weil dieser Staat schon immer AntifaschistInnen verfolgt und kriminalisiert hat: vom Innenminister Strobel medial befeuert, sprach die Polizei in den letzten Wochen bei jeder sich bietenden Gelegenheit von einer „Grenzüberschreitung der linke Szene“ und fuhren bei jeder Protestaktion ein übertriebenes Aufgebot auf. Diese Entwicklung nahm ihren bisherigen Höhepunkt in den Hausdurchsuchungen, Zwangsweise DNA-Entnahmen und der Entführung von Jo.

Im Angesicht dessen stehen wir nun vor zwei zentralen Aufgaben. Die erste: Weitermachen! Der Repressionsapparat will uns einschüchtern, verängstigen und von der politischen Arbeit abhalten. Das wird ihm nicht gelingen! Wir werden auch weiterhin entschlossen gegen Nazi-Umtriebe, AfD und sonstige rechte Gestalten vorgehen. Wir dürfen in keine Schockstarre verfallen, sondern müssen genau so weiter machen wie bisher. Unsere zweite Aufgabe: Solidarität für Jo organsieren! Es gab bereits vielfältige Soliaktionen, auch direkt am Knast am Stammheim. Durch Berichte von Genossinnen und Genossen die schon im Knast sitzen mussten, wissen wir, dass solche Aktionen unglaublich viel Kraft geben! Deshalb: mehr davon! Zur Solidaritätsarbeit gehört aber auch das Schreiben von Briefen an den betroffenen Genossen, um ihm zu zeigen, dass wir ihn nicht vergessen und ihn ein wenig vom Knast-Alltag abzulenken. Außerdem gilt es Jos Situation so lange zum Thema zu machen bis er wieder in Freiheit ist. Solidaritätsarbeit ist ein Marathon, kein Sprint! Es gilt die eigenen Strukturen so anzupassen, dass ein kontinuierliche Solidaritätsarbeit gewährleistet bleibt!

Als Auftakt dieser Arbeit haben wir ein Bild für Jo gemalt und ein Foto geschossen. Wir stehen weiter hinter dir und werden es auch in Zukunft tun. Unsere Solidarität endet nicht an Knastmauern!

Freiheit für alle politischen Gefangenen – Free Jo!

Kampf ihrer Klassenjustiz!

Zwischenupdate zu den “Coronarebellen” in Schorndorf

Am gestrigen Donnerstag fand in Schorndorf unter dem Motto “Versammlung für das Grundgesetz” wieder einmal eine rechtsoffene Kundgebung statt. Nach der peinlichen Kooperation mit dem Reichsbürger Thomas Hornauer, war die Kundgebung heute inhaltlich sehr “Widerstand2020” nah und optisch an dem Stuttgarter “Querdenken711”-Label orientiert.

Neben der schon bekannten AfD-Beteiligung in Form von Andreas Nemeth, Monika Fant (heute als Ordnerin) und dem AfD-Stadtrat Frank Laslo, schlichen auch mehrere Faschisten um die Kundgebung herum und stellten sich nach einiger Zeit auch auf die Kundgebungsfläche.

Es handelte sich hierbei um mindestens 7 offen erkennbare Faschisten:

  • Einer im schwarzen Hemd, lange Haare, mit Hitler- und Kinnbärtchen, trug einen Hakenkreuzring, ca. 1,60m groß

  • Einer mit einem blauen Fahrrad, dunkelolivem Oberteil, kurzer Hose mit Tarnfarben und Portemoneekette, hat sich auf den linken Oberarm ein Keltenkreuz tattowiert, ca. 1,70m, Adidas Turnhallenschuhe

  • Zwei mit weißen Shirts und sich ähnelnden, grauen Schiebermützen, kurze Hose, einer mit Adidas-Turnhallenschuhe, Sonnenbrille + weibliche Begleitung

  • Einer komplett in Schwarz mit Wotanknoten/Valknut-Tattoo auf dem linken Unterarm, mit Begleitung mit schwarzen Tanktop und Nike-Rucksack

Ähnlich wie Querdenken711 zieht auch die Veranstaltung in Schorndorf bekennende Faschisten an. Es gilt, aus den Erfahrungen der Wasenkundgebungen zu lernen: Die verbalen Distanzierungen der Veranstalter nach rechts sind völlig sinnlos und bloße rechte Augenwischerei, wenn man sich im gleichen Atemzug von antifaschistischen Kräften lossagt und diese diskreditiert. Die Faschisten werden nicht aufgrund von netten Worten einer Kundgebung fernbleiben, sondern nur wenn sie mit antifaschistischen Protest konfrontiert werden und erfahren, dass Nazi sein ernsthafte Folgen mit sich bringt.

Achtet auf Ankündigungen!

 

 

Kundgebung gegen Rassismus und rechte Verschwörungsideologen

Trotz widrigem Wetter kamen ca. 50 Menschen heute in Schorndorf zu einer Kundgebung zusammen, um gegen Rassisten und Verschwörungsideologien zu protestieren. Auch wir als Offenes Antifaschistisches Treffen Rems-Murr haben uns daran beteiligt.

Anlass war, dass vergangenen Montag Verschwörungsideologen und Coronaleugner des rechten Vereins “Ich bin anderer Meinung” eine Kundgebung auf dem Schorndorfer Marktplatz abhielten. Diese Kundgebung wurde vom AfD-Mitglied Monika Fant angemeldet. Mit dabei waren neben dem Reichbürger und Esoterik-Millionär Thomas G. Hornauer, auch Teile der Schorndorfer AfD, sowie der bekannte Anti-Antifa- Aktivist Michael Stecher. Diese rechte Vereinigung kündigte an, wöchentlich Veranstaltungen in Schorndorf abzuhalten, jedoch blieb die erste Kundgebung vergangenen Montag, die bislang einzige, aufwändiger gestaltete und öffentlich angekündigte.

Auf der Kundgebung gab es Redebeiträge und einen Infotisch, sowie eine Stellwand mit Informationen über lokale rechte Strukturen im Rems-Murr Kreis. Desweiteren wurden Flyer verteilt und viele Gespräche mit Interessierten geführt. Anschließend zogen mehrere Gruppen durch Schorndorf um das Stadtbild mit Plakaten, Transparenten und Stickern zu verschönern.

Die Polizei hat wie immer versucht, uns Steine in den Weg zu legen. Sie waren mit mehreren Polizeiwannen und Streifenwägen in der Nähe der Kundgebung und belästigten Demonstrierende mit dem Vorwand von unsinnigen Demoauflagen, wie z.B. dass die Stäbe des Hochtransparents zu breit wären.

Erwartungsgemäß haben sich die Rechten am Ende überhaupt nicht in die Stadt getraut. Unter diesem Aspekt war die Aktion ein Erfolg, da es unsere Zielsetzung ist zu verhindern, dass Rechte organisierte Kundgebungen abhalten können!

Doch obwohl keine Rechten in Schorndorf waren, ist das Problem noch lange nicht verschwunden. Solange rechte Strukturen bestehen, werden sie weiter auf die Straße gehen und versuchen, Proteste wie die gegen die Corona-Maßnhamnen zu vereinnahmen und für ihre rechte Hetze zu nutzen.

Darum heißt es gerade jetzt: antifaschistisch aktiv werden! Rechte Akteure bekämpfen wo auch immer sie auftauchen! Möglichkeiten dafür gibt es genug: Bei Familienfesten oder auf Arbeit gegen rassistische Sprüche Stellung beziehen, einschreiten bei rechten Übergriffen in der Öffentlichkeit oder durch Teilnahme bei Kundgebungen wie heute.

Werdet aktiv gegen Rechts!
Kommt zum OAT Rems-Murr!

Am 2. Dienstag im Monat
Fronackerstraße 60 Waiblingen

Schorndorf bleibt antirassistisch!

Kundgebung und Antifa-Sponti wegen rassistischer Gewalttat in Eglosheim

Gestern beteiligten wir uns mit den Genossinnen und Genossen des Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart an der Kundgebung des Ludwigsburg gegen Rechts Bündnis. Anlass war der Angriff zweier Rassisten auf einen jungen Schwarzen Mann in Eglosheim. Mit einer Schleuder beschossen sie den Jugendlichen mit Stahlkugeln, einer von ihnen trug dabei ein Donald Trump T-Shirt. Der Betroffene wurde zum Glück nicht schwer verletzt, doch jeder rassistische Angriff ist einer zuviel.

Innerhalb eines Tages gelang es dem Bündnis Ludwigsburg gegen Rechts etwa 200 Menschen zum Ludwigsburger Bahnhof zu mobilisieren. In Anbetracht der kurzen Zeit und des eher unattraktiven Termins an einem Feiertag eine ordentliche Anzahl. Allerdings viel zu wenig für einen derartigen, rassistischen Angriff. Wir waren mit Transparenten, Schildern und einer Rede auf der Kundgebung vertreten.

Im Rahmen der Vorbereitung gelang es, ein breites Spektrum an Rednerinnen und Redner für die Kundgebung zu gewinnen. Die Reden eines Organisators des Silent Protests Stuttgart, der noch jungen Migrantifa Stuttgart und einer kurdischen Genossin aus Ludwigsburg bereicherten die Kundgebung ungemein. Die Freundinnen und Freunde beließen es nicht bei Betroffenheitsberichten, sondern ordneten die Unterdrückung und Diskriminierung Nicht-Weißer Menschen in den gesellschaftlichen Kontext ein. Die Zusammenarbeit organisierter Antifas und der erstarkenden antirassistischen Bewegung ist eine logische und natürliche Weiterführung der Arbeit der vergangenen Jahre. Daran gilt es in Zukunft anzuknüpfen. Auch die zahlreich vertretenen Genossinen und Genossen türkischer kommunistischer Bewegungen bewiesen, dass die migrantische Linke in Ludwigsburg Rassismus und Nazi-Angriffe nicht unwidersprochen lässt. Auch die starke Beteiligung von Betriebsräten und GewerkschafterInnen aller Nationalitäten zeigen das Potential antifaschistischer und antirassistischer Aktionen im Kreis Ludwigsburg.

In unserer eigenen Rede, die ihr unten angehängt findet, gingen wir darauf ein das Rassismus weder ein neues Phänomen, noch Zufall ist. Rassismus ist und bleibt ein Spaltungsinstrument der Herrschenden, dass den gemeinsamen Kampf der ArbeiterInnenklasse verhindern soll. Der Rassismus nach Innen wird komplementiert von einer chauvinistischen Handel- und Kriegspolitik nach außen. Im Klartext heißt das: Das deutsche Kapital zerstört die ausgebeuten Länder, zwingt durch Hunger und Bomben Millionen in die Flucht und nutzt dann eben jene Geflüchteten als Sündenböcke, um von der eigenen arbeiterInnenfeindlichen Politik abzulenken. Von dieser kranken Ideologie fühlen sich dann Rassisten wie die Trump-Fans in Eglosheim, darin bestärkt, Jagd auf Migrantinnen und Migranten zu machen. Diese Nazis und Rassisten sind, ob bewusst oder unbewusst, die treuesten Knechte des kapitalistischen Systems.

Desweiteren gingen wir auf die größte Gefahr für nicht-weiße Menschen in Deutschland ein: Die AfD. Gerade in Zeiten der kommenden Wirtschaftskrise halten wir es für sinnvoll und notwendig, solche Tatsachen klar zu bennen und unseren Kampf gegen Nazis und Rassisten mit der Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückuing zu verbinden.

Nach unserer Rede formierte sich ein Spontandemonstration, die unsere Wut über den feigen rassistischen Angriff auf die Straßen Ludwigsburgs trug. Mit zwei unserer Transparente an der Demospitze nahmen wir uns die Straßen der Innenstadt in voller Breite und ermöglichten so vielen, auch bisher wenig erfahrenen Menschen, vorne in der Sponti mitzulaufen. Die Bullen versuchten zu Beginn die Demo halbherzig aufzuhalten, was jedoch vollständig scheiterte. Auch im weiteren Verlauf agierten die Bullen unklug und nervös. Mehrere Male gelang es durch eine geschickte Wahl der Route die Cops wortwörtlich ins leere Laufen zu lassen, was zu ein paar unfreiwilligen Sprints ihrerseits führte. Während der Demo wurden von uns vorbereitete Schilder mit Botschaften wie “Ganz Ludwigsbug hasst die AfD”, “Black Lives Matter” oder “Polizei = Rassist und Mörder” von vielen Teilnehmden am Rand der Route befestigt. Mit den Schildern, Durchsagen und der flexiblen Route gelang es uns auch an einem Feiertag verhältnissmäßig viele LudwigsburgerInnen und Ludwigsburger zu erreichen. Zum Abschluss der Aktion knieten sich alle Protestierenden direkt vor dem Bahnhofsgebäuden hin und hielten in Gedenken an alle Opfer rassistischer Gewalt eine Schweigenminute. Die Stille auf dem Bahnhofsplatz wurde dann von lauten “No Justice, no Peace” Rufen durchbrochen.

Gegen Nazis und Rassisten – Fight white power, fight the system!

200 Menschen auf der Straße nach einer rassistischen Gewalttat dieser Qualität sind für eine Stadt wie Ludwigsburg definitiv zu wenig, daran besteht kein Zweifel. Trotzdem blicken wir positiv auf die Kundgebung zurück: Unsere Zusammenarbeit mit den lokalen migrantischen Strukturen und dem Silent Protest Orgateam sind für uns der Weg, die antirassistische Linke aufzubauen. Nicht durch elitäre Sprachhygiene, Soziologie-Seminare und Kümmerer-Gehabe, sondern durch gemeinsame Straßenpraxis und Diskussionen auf Augenhöhe werden wir zusammen bringen, was zusammen gehört: Den Kampf gegen Rassismus, den Kampf gegen rechte Akteure und die Perspektive einer Gesellschaft jenseits vom Kapitalismus in der Rassismus keine Grundlage hat!

Antifa heißt Black Lives Matter!

Den Bericht der GenossInnen von Avrupa Haber auf türkisch findet ihr hier.

 


Rede des Offenen Antifaschistischen treffen Rems/Murr und dem
Antifaschistischem Aktionsbündniss Stuttgart und Region:

Liebe Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger, liebe Antifaschistinnen und
Antifaschisten, liebe Freundinnen und Freunde,

wenn man darüber nachdenkt wie in den USA George Floyd von Polizisten
ermordet wurde, in Deutschland antirassistische Proteste brutal von den
Bullen angegriffen werden oder Nazis in Egolsheim letzten Montag einen
jugendlichen wegen seiner Hautfarbe mit Stahlkugeln angreifen fragt man
sich– was ist hier eigentlich los? Was läuft eigentlich falsch in
unserer Gesellschaft?

Rassismus und Nazis sind kein neues Phänomen.1992 brannten Wohnungen
vietnameischer Migranten in Rostock Lichtenhagen, 1993 kamen fünf
türkischstämmige Frauen und Mädchen in Solingen bei einem rechten
Brandanschlag ums Leben, 2005 wurde Oury Jalloh von Polizisten in einer
Zelle in Dessau ermordert. Bis 2011 zog der Nationalsozialistische
Untergrund – unter den Augen und Wahrscheinlich mit Hilfe des
Verfassungsschutzes- mordend durchs Land. Seit 2015 gab es tausende
Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte.

Doch in den letzten Jahren ist spürbar, dass sich die Situation weiter
zuspitzt: Rassisten marschieren massenhaft auf den Straßen auf,
organisieren Hetzjagden wie beispielsweise 2018 in Chemnitz. In den
Medien und Talkshows wird wieder offener gegen „die Ausländer“ gehetzt.
Naziterrorzellen bereiten sich auf einen Bürgerkrieg vor. Das alles ist
der gesellschaftliche Rechtsruck. Der Rechtsruck hat eine Partei
hervorgebracht, die sich im Angesicht der Morde an Nicht-Weißen-Menschen
allen Ernstes traut „All lives Matter“-Bilder zu verbreiten. Die AfD ist
die größte Gefahr für alle Menschen, die nicht nach dem oder der
Durchschnittsdeutschen aussehen. Sie bereitet feige Gewalttaten wie die
letzten Montag in Egolsheim ideologisch vor, sie will den Rassisten in
Uniform noch mehr Befugnisse geben.

Jeder und jede von uns merkt, dass sich die gesellschaftlichen
Widersprüche verschärfen: Viele waren schon vor Corona in Kurzarbeit, in
der Zeitungen liest man jeden Tag von Werksschließungen und die
Regierung verteilt Milliardengeschenke an die Reichen. Die Zeichen
stehen auf Krise. Und das Wissen auch die Rechten.

In solchen Zeiten bieten die Rechten zunächst einfache Antworten, indem
sie die Schuld Sündenböcken zuschieben und nicht dahin, wo sie hingehört
– auf die Politik und das gesellschaftliche System, den Kapitalismus, in
dem wir leben.

Die AfD ist sehr gut darin, denen die Schuld zu geben, die am wenigsten
von uns allen haben – Migrantinnen und Migranten – die ihre Heimat
aufgrund von imperialistischen Kriegen und Hunger verlassen mussten und
hier aufgrund von ständigen Asylrechtsverschärfungen kaum die
Gelegenheit bekommen, sich ein gutes Leben aufzubauen.

Doch für wen steht die AfD eigentlich ein? Garantiert nicht für den
„kleinen Mann“ und sie wird auch nicht nur von ihm gewählt – vielmehr
spiegelt sie eine kleine Elite wieder und will auch genau diese weiter
erhalten, beziehungsweise dafür sorgen, dass diejenigen, die ohnehin
schon reich sind, noch reicher werden.

Doch steht die AfD mit dieser Herangehensweise nicht allein da,
insbesondere die CDU steht der AfD in kaum etwas nach, wenn es darum
geht rassistische Äußerungen von sich zu geben. Beide in Kombination
ebnen Nazis, die auf Menschenjagd gehen, jüdische Restaurants oder
Geflüchtetenunterkünfte angreifen, den Weg. Sie sind diejenigen, die
ihre Tatmotive wieder salonfähig gemacht haben und im Nachgang so tun,
als wären solche Handlungen „normale Reaktionen von Bürgern und
Bürgerinnen, die eben unzufrieden sind“.

Das – ist nicht normal und wir alle hier, so wie wir hier stehen, sind
dafür verantwortlich, dass dies auch nicht zur Normalität wird!

Die Ereignisse der letzten Wochen, sowohl hier als auch in den USA haben
gezeigt, wie mächtig wir sind wenn wir uns zusammenschließen und für
unsere Rechte kämpfen. Und auch der Gefahr von Rechts, sei es in Form
von Nazi-Angriffen oder der AfD, müssen wir gemeinsam und entschlossen
begegnen! Denn wir können alle dazu beitragen, dem Rechtsruck etwas
entgegen zusetzen. Sei es durch Kundgebungen wie diese, durch die wir
zeigen, dass die Opfer rechter Gewalt nicht alleine sind. Sei es
dadurch, dass wir unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Freundinnen
und Freunde und unsere Familie über die rassistische Hetze von AfD,
Nazis und Co. aufklären. Sei es dadurch, dass wir widersprechen, wenn
jemand etwas Diskriminierendes sagt oder dadurch, dass wir einschreiten
wenn wir rassistische Polizeikontrollen beobachten.

Gemeinsam wollen wir für eine Welt einstehen, in der nicht darüber
diskutiert werden muss, wie man rassistischen Angriffen entgegenstehen
kann, weil sie nicht mehr auftreten können!
Für eine Welt, in der wir nicht mehr darüber diskutieren müssen, wie
Bildungsungleichheit aufgrund eines unterschiedlichen sozialen Status
ausgeglichen werden kann, weil alle den gleichen sozialen Status haben!
Für eine Welt, in der Elite nichts Besonderes mehr ist, weil wir alle
gleichermaßen zum Zuge kommen!
Für eine Welt in der Hautfarbe keine Rolle mehr spielt, weil Rassismus
und Hetze keine gesellschaftliche Grundlage mehr haben!

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich gegen Rechts zu engagieren! Werdet
kreativ, lasst euch etwas einfallen, kommt zu uns und informiert euch!
Gemeinsam können wir für eine Welt jenseits von Rassismus einstehen!

Seite 1 von 7

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén